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Stadt Wolfsburg Wolfsburger Rat bringt Baugebiete auf den Weg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburger Rat bringt Baugebiete auf den Weg
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23:00 19.02.2020
Riesige Fläche: Archäologische Untersuchungen im geplanten Baugebiet Sonnenkamp. Quelle: Stadt Wolfsburg
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Wolfsburg

Verkehrsanbindung, Grünflächen und günstiger Wohnraum: Die Mitglieder des Wolfsburger Rates hatten durchaus noch Forderungen zum Baugebiet Fuhrenkamp, stimmten aber mehrheitlich zu. „Was lange währt, könnte am Ende gut werden“, meinte Kerstin Struth (SPD) zum Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet Vorsfelde.

Schnelle Wege für Radfahrer und Fußgänger

Wichtig sei ihr, auch Menschen mit kleinerem Budget die Aussicht auf ein Eigenheim zu ermöglichen. Auch müssten die Kleingärten erhalten bleiben und eine gute Anbindung an Vorsfelde geschaffen werden. Eine Brücke oder Unterquerung für Fußgänger und Radfahrer vom Fuhrenkamp nach Vorsfelde „erspart vielleicht das eine oder andere Elterntaxi.“

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Ortsrat Vorsfelde votierte einstimmig

Vorsfeldes Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU) staunte über die Anfrage einer Bürgerin, die von einem genehmigten Bauantrag berichtete. „Das ist normalerweise nicht möglich, weil wir die Bebauung heute erst auf den Weg bringen.“ Der Ortsrat habe die Vorlagen zum „Fuhrenkamp“ einstimmig abgesegnet – wenngleich es mit der alten Ziegelei noch Altlasten gebe, über die noch diskutiert werden müsse.

Beim Beschluss gab es vier Gegenstimmen der AfD. Fraktionsvorsitzender Thomas Schlick begründete die Ablehnung mit dem Verlust von Ackerland und steigender Verkehrsbelastung. „Wir sollten erst vorhandene Baugebiete entwickeln und den weiteren Bedarf abwarten.“

Mohrs verteidigt Wohnbauprogramm der Stadt

Vor dem einstimmig gefassten Votum über den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das Baugebiet Sonnenkamp verteidigte Bürgermeister Klaus Mohrs die Wohnungsbauoffensive gegen Kritik, die Stadt schaffe nicht genügend günstigen Wohnraum. Die Durchschnittsmiete der Neuland von 5,92 Euro im Bestand sowie 6,89 bei Erstvermietung seien „Preise, die in Deutschland ihresgleichen suchen.“

Aber auch die Nachfrage nach höherpreisigem Wohnraum wie am Wellekamp sei hoch. „Es gibt einen hohen Druck auf dem Wohnungsmarkt. Seit 2012 haben wir weniger als ein Prozent Leerstand.“ Fehlende Wohnungen erschwerten Firmen das Werben um Arbeitskräfte. „Die 10 000 Wohnungen zu schaffen, ist absolut notwendig.“

Bastian Zimmermann (Fraktion Linke/Piraten) entgegnete, dass die Neuland zwar günstigen Wohnraum anbiete. Doch habe er beim Sichten von öffentlichen Angeboten für den Steimker Berg eine durchschnittliche Miete von 13,30 Euro je Quadratmeter errechnet. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Stadtteile entwickeln , denen es an Diversität fehlt.“

Ortsrat stellt Bedingungen für das Sonnenkamp

Hans-Georg Bachmann (SPD) sagte, man dürfe beim Thema Wohnungsbau nicht nachlassen. Zum Baugebiet Sonnenkamp sagte Ortsbürgermeister Bachmann, der Ortsrat Barnstorf/Nordsteimke habe unter Bedingungen zugestimmt: Den Bau von Brücken oder Tunneln, damit Fußgänger und Radfahrer die Nordsteimker Straße „kreuzungsfrei“ queren können sowie den Bau einer Grundschule und einer Sportstätte auf dem „Campus“.

Zimmermann erinnerte an die Forderung, dass mindestens 25 Prozent der Wohnungen im Sonnenkamp „mietpreisgedämpft“, also sozial gefördert sein sollten.

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Von Christian Opel

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