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Stadt Wolfsburg Wolfsburger Motorsportler will Geschwindigkeitsrekord aufstellen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburger Motorsportler will Geschwindigkeitsrekord aufstellen
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18:50 23.08.2019
Tolles Team: Ralph Bohnhorst will mit seinem Rekordfahrzeug die 500 km/h-Marke knacken. Quelle: Sven Doornkaat
Wolfsburg

Die Motorsportler sind mit acht Mitgliedern die kleinste Sparte im VfL Wolfsburg. Aber mit Ralph Bohnhorst haben sie einen ganz Großen in ihren Reihen: Der mehrfache Deutsche und Europameister will Ende August einen neuen Weltrekord aufstellen: Er will mit 500 Stundenkilometern im Motorrad mit Seitenwagen über den berühmten Salzsee in Bonneville rasen.

Geschwindigkeit wurde ihm in die Wege gelegt

„Geschwindigkeit wurde mir in die Wiege gelegt“, sagt der 55-jährige Braunschweiger und stellvertretende Spartenleiter. „Mein Vater ist Rennen in der Formel Zwei und Formel Drei gefahren. Er hat das berühmte Fischereihafenrennen in Bremerhaven gewonnen – als ich geboren wurde. Er ist alles gefahren, was vier Räder hat.“ Sohn Ralph absolviert zwar eine Metzgerlehre, seine Leidenschaft ist aber der Rennsport auf zwei beziehungsweise drei Rädern: Zunächst ist er Beifahrer, später Fahrer von Motorrädern mit Seitenwagen. Ende der 1980 Jahre wird er Deutscher und Europameister, in den 1990ern folgen fünf weitere Deutsche Meisterschaften. Schon damals leisten die 500-Kubik-Motorräder rund 200 PS. Gemeinsam mit Sohn Sven hat er auf dem Test-Oval der DEKRA in der Lausitz drei Kurzstrecken-Weltrekorde aufgestellt.

Schiedsrichter bei der MotoGP

Aber nicht nur auf, sondern auch neben der Strecke ist Ralph Bohnhorst ein Speedjunkie: Als Geschäftsführer der Motorsportarena in Oschersleben hört er jeden Tag High-Speed-Motorräder und Rennautos an seinem Büro vorbeidonnern. Außerdem setzt ihn die internationale Motorsportorganisation FIM als einzigen deutschen Steward (Schiedsrichter) unter anderem in der Motorradsport-Königsklasse ein: der MotoGP mit ihren Topstars Marc Marquez und Valentino Rossi. „Die beiden haben sich schon so manche Duelle geliefert“, schmunzelt Bohnhorst. Er muss dann beurteilen: fair oder unfair? War es unfair, legen die Stewards eine Strafe fest.

Ralph Bohnhorst ist nicht nur ein Top-Motorradfahrer. Sondern auch Schiedsrichter und Schauspieler.

Aber: „Als Stewards segnen wir auch Weltrekorde in Bonneville ab“, berichtet Ralph Bohnhorst. „Aber jetzt wollen wir dort selbst einmal gewinnen.“ Mit „wir“ meint er sich selbst und sein dreiköpfiges Technikerteam: Tom Burkland, selbst Rennfahrer, Rex Svoboda und Heiner Mohnhardt. Das Gefährt ist ein stromlinienförmiges Motorrad mit Seitenwagen, das an ein Flugzeug erinnert. „Der Motor stammt aus einer Suzuki Hayabusa“, erklärt Bohnhorst. Mit Turbo und Methanol leistet das Triebwerk rund 700 PS – damit will er auf der über zehn Kilometer langen Weltrekordstrecke auf dem „Bonneville Speedway“ die 500 km/h-Marke knacken. Übrigens ohne Beifahrer, das wäre viel zu gefährlich.

Bedingungen müssen perfekt sein

Denn auch so müssen bei der Rekordfahrt zwischen 25. und 28. August die Bedingungen auf dem Salzsee ideal sein: „Bei Seitenwind hast du verloren“, sagt Bohnhorst. Er weiß, wovon er spricht: Schon 2018 war er mit seinem Rekordgefährt in Bonneville und schaffte 387 km/h – Weltrekord in seiner Klasse. Aber auch dort wurde es zwischenzeitlich windig – und alle Rekordfahrten gestoppt. Jetzt ist er vier Tage in Bonneville, um die 500 km/h-Marke zu knacken. „Und wenn ich die 500 km/h gefahren bin“, sagt Ralph Bohnhorst mit einem Lächeln im Gesicht, „höre ich auf.“

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Von Carsten Bischof

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