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Stadt Wolfsburg Mehr Sachbeschädigung in Wolfsburg, aber weniger Einbrüche
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Mehr Sachbeschädigung in Wolfsburg, aber weniger Einbrüche
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00:21 25.03.2019
Stellten die Kriminalitätsstatistik 2018 vor: ZKD-Leiterin Heike Heil und PI-Leiter Olaf Gösmann. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Besonders die Serie der Kleberattacken auf Fahrzeuge sowie eine starke Zunahme kleinerer Diebstahlsdelikte haben der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt die Kriminalitätsstatistik 2018 und die Aufklärungsquote verhagelt. „Ohne diese Fälle sähe die Statistik eigentlich gut aus“, sagte PI-Leiter Olaf Gösmann am Freitag. So aber stiegen die Straftaten entgegen dem Landestrend um rund 800 Fälle auf insgesamt 9086 an. Die Aufklärungsquote liegt bei nur noch 54 Prozent (Vorjahr: 57 Prozent).

Allein im Bereich Eigentumsdelikte stieg die Zahl von 3362 Fällen im Vorjahr auf 3933 an. „Dabei hatten wir es vornehmlich mit Ladendiebstählen zu tun“, berichtete die Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, Heike Heil. Auch Fahrraddiebstahl mehrte sich deutlich. „Oft wurden Räder aus Kelleräumen von Mehrfamilienhäusern gestohlen“, klärte Heil über den bevorzugten modus operandi auf.

Starker Anstieg bei Sachbeschädigungen

Der zweite starke Anstieg betrifft den Bereich der Sachbeschädigung und ist ganz konkret auf die Kleberanschläge zurückzuführen. Allein fast 470 Taten werden der Serie zugeordnet – sollte der Täter gefasst werden, stiege auch die Aufklärungsquote merklich an. „Wir lassen da nicht locker“, verspricht PI-Leiter Olaf Gösmann und fügte an. „Wolfsburg ist eine sichere Stadt.“

Damit nahm er Bezug auf die übrigen Teile der Statistik. Bei den schweren Straftaten sind die Fallzahlen weiterhin konstant niedrig. Elf „Straftaten gegen das Leben“ (Vorjahr:13), 28 Fälle von sexuellem Missbrauch (Vorjahr 25), eine nur minimale Steigerung im Bereich Körperverletzung und lediglich 23 Fälle von Raub – 14 davon gegenüber Bürgern im öffentlichem Bereich – bestätigen Gösmanns Einschätzung.

Weniger Autodiebstähle und Einbrüche

Erfreulich zudem: Sowohl die KfZ-Diebstähle als auch die Wohnungseinbrüche sind deutlich zurückgegangen. „Bei den Einbrüchen sind zudem 40 Prozent Versuchstaten. Das zeigt, dass die Menschen mehr für Prävention tun und unsere Arbeit auf diesem Gebiet Früchte trägt“, kommentiert Heike Heil.

Mehr Gewalt gegenüber der Polizei

Beunruhigend hingegen: Auch 2018 nahm die Gewalt gegenüber Polizisten erneut zu. 93 Mal wurden sie im Dienst angegangen (2017: 74). „Das Risiko, im Dienst angegriffen zu werden, ist für unsere Beamten hoch. Mittlerweile schicken wir junge Kollegen extra auf eine Fortbildung, um sie auf den Ernstfall vorzubereiten“, berichtete Gösmann.

Von Steffen Schmidt

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