Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Wolfsburg liebt seine Giraffe – und das schon seit zehn Jahren
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburg liebt seine Giraffe – und das schon seit zehn Jahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:22 30.10.2019
Immer noch hungrig: Die Giraffe von Künstlerin Sina Heffner grast seit zehn Jahren vor Theater und Planetarium. Quelle: Foto: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Eine Giraffe? Ein Wolf – ok! Aber eine Giraffe? So dachten viele, als Kulturausschuss und Stadt der Braunschweiger Künstlerin Sina Heffner vor genau zehn Jahren grünes Licht gaben. Am 30. Oktober 2009 stellte sie ihre weiße GFK-Giraffe aufs Grün am Planetarium. Heute, zehn Jahre später, hat sich die weiße Kunst-Giraffe längst in die Herzen der Wolfsburger...nun ja...gestanden. Und hat in dieser Zeit immer wieder Zuwendung der ganz besonderen Art bekommen.

Wieso eigentlich eine Giraffe? Diese Frage begleitet Sina Heffner seit zehn Jahren. „Weil ich Irritationen schaffen will“, sagt die heute 39-jährige Künstlerin. „Ich habe deswegen bewusst kein heimisches Tier genommen, auch keinen Wolf.“ Der damals übrigens nur auf dem Stadtwappen und noch nicht in der Wolfsburger Tierwelt wirklich heimisch war.

Seit genau zehn Jahren grast eine weiße Giraffe auf dem Klieversberg, Und musste schon einige Späße über sich ergehen lassen.

Zehn Jahre Giraffen-Skulptur in Bildern:

Heimisch wurde die rund 3,80 Meter hohe weiße Giraffe am Fuße des Klieversberges aber schnell. Ob es am Material liegt? „Es ist glasfaserverstärkter Kunststoff“, erklärt Sina Heffner. GFK – dieses Material verwenden auch die Modellbauer von Volkswagen, wenn sie neue Golf- oder Poloversionen modellieren. Auch geschweißte Stahlunterkonstruktionen kennen Autobauer gut.

Schal für einen warmen Hals

Gleich im ersten Winter in Wolfsburg bekam die Giraffe sehr kalte Füße: „Es gab richtig Schnee und Minustemperaturen“, erinnert sich Hans-Joachim Throl, der viele Jahre lang im Kulturausschuss saß und sehr früh auf die Arbeiten der jungen Künstlerin aufmerksam wurde. Einige Wolfsburger hatten Mitleid mit der frierenden Afrikanerin – sie lebt eigentlich auf diesem warmen Kontinent – und spendierten ihr einen wärmenden, roten Schal. Das hatte zwei Vorteile: Die Giraffe bekam einen warmen Hals und wurde auch im Schnee gesehen. Ohne Schal werde sie im Schnee „eins mit ihrer Umgebung“, betont Sina Heffner.

Auch Fußballfreunde lieben die Giraffe: „Nach Siegen des VfL bekam sie auch schon mal einen grün-weißen Schal geschenkt“, berichtet Anita Placenti-Grau vom Institut für Zeitgeschichte und Stadtrepräsentation. Apropos Liebe: Ihr Team liebt die Giraffe ebenso und sorgt für regelmäßige Körperhygiene: „Alle zwei Jahre wird die Giraffe gereinigt“, betont sie. „Man glaubt gar nicht, was Feinstaub und Regen auf Dauer anrichten.“ Schließlich soll die weiße Giraffe weiß bleiben.

Freundliches Gesicht gemalt

Für manche Wolfsburger ist die Giraffe allerdings zu weiß, vor allem im Gesicht: Sie malten der grazilen Wolfsburgerin ein freundliches Gesicht. Andere sorgten sich um die Kalorienzufuhr und spendierten der Giraffe Heu und Wasser. Sina Heffner schmunzelt: „So etwas hatte ich nie geplant. Aber es zeigt mir, dass die Giraffe von den Wolfsburgern angenommen wird.“ Bei guter Pflege noch einige Jahrzehnte. So alt wird übrigens kein Wolf.

Von Carsten Bischof

Günther Graf von der Schulenburg stellte das 15. Programm für das nächste Jahr vor. Am 20. Februar gastiert die Sächsische Staatskapelle Dresden im Rahmen des Klassik-Festivals „Soli Deo Gloria“ im Scharoun-Theater und präsentiert Werke von Beethoven.

30.10.2019

Es soll ein lebenswertes Quartier mit Handel, Freizeit, Büros, Hotel, Wohnen sowie modernen Mobilitäts- und Digitallösungen entstehen. Für das geplante Zukunftsquartier am Nordkopf haben die Wolfsburg AG und der Projektentwickler Signa jetzt den Projektvertrag unterschrieben.

30.10.2019

Es ist nicht schön, aber zwingend nötig: Die Stadtforst muss rund 100 Buchen auf dem Klieversberg fällen. Es sind tote Bäume, die die beiden zu heißen und zu trockenen Sommer nicht überlebt haben.

30.10.2019