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Stadt Wolfsburg Wolfsburg hat genügend Betten für Obdachlose
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburg hat genügend Betten für Obdachlose
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20:00 23.01.2019
Borsigstraße: In diesem „Übernachtungsheim“ können Obdachlose bis zu drei Tage hintereinander schlafen.
Borsigstraße: In diesem „Übernachtungsheim“ können Obdachlose bis zu drei Tage hintereinander schlafen. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Seit Tagen ist es klirrend kalt – für Obdachlose, die auf der Straße leben, ist das der blanke Horror. Für sie gibt es aber eine gute Nachricht: Wer in Wolfsburg keine feste Bleibe hat, kann drei Tage im so genannten Übernachtungsheim in der Borsigstraße schlafen. Es ist ein extra Gebäude gleich neben der Obdachlosensiedlung, das über ausreichend Plätze verfüge. „Die Stadt ist in dem Bereich gut aufgestellt“, sagt Elke Wichmann von der Kommunikation der Stadt.

Klirrende Kälte: Übernachten für 1,50 Euro

Obwohl es in den vergangenen Tagen und Nächsten richtig kalt war, kam niemand und wollte in dem städtischen Heim übernachten, heißt es aus der Verwaltung. Auch sonst sei es nicht so sehr gefragt, „zwei bis drei Übernachtungen pro Woche“ zählt die Stadt. Kommt jemand, der keine feste Bleibe hat, kann er in dem Gebäude in der Borsigstraße 29a drei Tage bleiben. Täglich ab 17 Uhr ist das Haus geöffnet, in dem früher ein Kindergarten untergebracht war. 1,50 Euro kostet eine Übernachtung. „Allerdings geht die Stadt damit sehr großzügig um“, so Elke Wichmann. Wer nicht zahlen kann, braucht nicht.“

Drei Tage hintereinander kann der Obdachlose im Heim bleiben

Drei Tage hintereinander kann der Nichtsesshafte in dem Heim bleiben. Will er dann noch weiterhin in Wolfsburg verweilen, müsse er in die benachbarte Obdachlosensiedlung umziehen. „Die Stadt geht dann davon aus, dass die betreffende Person nicht mehr auf der Straße leben will“, so Elke Wichmann. Insgesamt 160 bis 180 Plätze gibt es insgesamt in den beiden Unterkünften.

Auch in anderen Städten in Niedersachsen ist das Bild ähnlich wie in Wolfsburg: Trotz Kälte gebe es noch genügend Schlafplätze für Nichtsesshafte. In Hannover sei die Auslastung der Notschlafstellen angesichts der Kälte gestiegen, „derzeit gibt es aber noch ausreichend Plätze“, sagte Hannovers Stadtsprecherin Michaela Steigerwald.

Von Sylvia Telge