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Stadt Wolfsburg Wolfsburg hat eine neue Stadtheimatpflegerin
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburg hat eine neue Stadtheimatpflegerin
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15:12 04.12.2019
Jetzt ist Schluss: Stadtheimatpflegerin Maria Schlelein hört auf, ihre Nachfolgerin ist Marlis Oehme. Quelle: Britta Schulze
Brackstedt

Geschichte hat Maria Schlelein immer interessiert, obwohl die Brackstedterin Wirtschaftswissenschaften studiert hat. Das liegt an ihrer Familie in Westfalen, die auf eine jahrhundertealte Vergangenheit blicken kann. „Ich bin mit diesen Geschichten aufgewachsen“, erzählt die 79-Jährige. Da ist es fast kein Wunder, dass sie sich nach ihrem Umzug nach Wolfsburg mit der Geschichte ihrer neuen Heimat beschäftigte: Zuerst machte sie das in ihrem Wohnort Brackstedt, 2012 wurde sie Stadtheimatpflegerin. Jetzt hört sie auf – „aus Altersgründen“, erklärt sie. Ihre Nachfolgerin ist Marlis Oehme.

Auch die interessiert sich für Geschichte, hat Alte Geschichte studiert. Sie stammt aus einer Familie in Nordsteimke, die dort tief verwurzelt ist. „Wir leben hier seit vier Generationen – darauf bin ich stolz“, sagt Oehme. Seit einigen Jahren arbeitet sie aktiv in der Ortsheimatpflege mit, nun übernimmt sie das Amt der Stadtheimatpflegerin. „Das ist eine Ehre für mich“, sagt die Historikerin.

Geschichte des eigenen Ortes verstehen

Die Geschichte des eigenen Ortes zu verstehen sei wichtig, sagt sie: „Sie ist der Grund dafür, warum wir so sind, wie wie sind“, erklärt die Mutter von drei erwachsenen Töchtern. Deshalb möchte sie auch junge Leute dafür begeistern.

Wolfsburgern die Geschichte ihrer Ortsteile näherzubringen und gleichzeitig die Identifikation der Ortsteile mit der Stadt Wolfsburg voranzubringen – das war der Stadt und Günter Pawel, dem ehemaligen Leiter des Geschäftsbereichs Kultur, wichtig. Pawel brachte deshalb die Heimatpfleger der Dörfer zusammen, eine AG wurde 2007 gegründet, in der Maria Schlelein sofort mitarbeitete und schnell Sprecherin wurde.

Arbeit in der AG war vielfältig und interessant

Die Arbeit in der AG war vielfältig und interessant: Es gab Seminare und Vorträge, Einführung in die Archivarbeit, mehrere Ortschroniken und ein „Leitfaden“ für Heimatpflege in Wolfsburg entstanden. Maria Schlelein schrieb außerdem einige Bücher – zum Beispiel „Bartenslebische Gerichtsprotokolle“, die 2017 erschienen. Sieben lange Jahre arbeitete sie daran und musste dafür Protokolle, die aus den Jahren 1711 bis 1724 stammen, lesen, was angesichts der unleserlichen Handschrift nicht einfach war.

Maria Schlelein erfuhr viel über die Geschichte Wolfsburgs – und warum die Stadt so ist, wie sie ist. Das Miteinander der Dörfer war früher nicht so einfach, denn einige gehörten zu Lüneburg, andere zu Braunschweig. „Sie mussten sich erst zusammenfinden“, erklärt die scheidende Stadtheimatpflegerin. Das Gebiet war sehr arm. Bauern litten arg unter den vielen Frondiensten, die sie am Schloss leisten mussten. „Durch die Beschäftigung mit der Geschichte habe ich Wolfsburg besser verstanden“, erklärt Maria Schlelein. Und sie habe gemerkt, wie gut die Menschen heute hier leben und wie gut sich Wolfsburg entwickelt habe.

Jetzt wird über den elterlichen Hof geforscht

Auch wenn die Brackstedterin jetzt ihr Amt als Stadtheimatpflegerin abgibt – das Interesse an der Wolfsburger Geschichte bleibe. Langweilig wird ihr auch nicht: Maria Schlelein erforscht jetzt die Geschichte ihres elterlichen Hofes in Westfalen.

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Von Sylvia Telge

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