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Stadt Wolfsburg Wie Wolfsburg 45 Jahre gezielte Integration feiert
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wie Wolfsburg 45 Jahre gezielte Integration feiert
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07:04 14.12.2019
Ausdrucksstarker Auftritt: Das Tanzende Theater Wolfsburg zeigte spielerisch leicht, wie Integration und Hilfsbereitschaft funktionieren können. Quelle: B. Baschin
Stadtmitte

Vor 45 Jahren richtete die Stadt Wolfsburg ein Integrationsreferat ein. Und war damit Vorreiter in Deutschland. Offiziell begann die Integrationsarbeit der Verwaltung sogar bereits vor 50 Jahren. Zwei Zahlen, die die Verwaltung am Freitagabend im Rathaus gefeiert hat.

Sylvia Cultus, Leiterin des Referats für Integration der Stadt Wolfsburg, blickte in der Bürgerhalle auf den 9. Dezember 1969 zurück: „Damals wurde der Deutsch-Italienische Kontaktausschuss gegründet. Er war der Vorläufer des heutigen Migrationsausschusses.“ Fünf Mitglieder des Rates und fünf Italiener saßen in dem Ausschuss, der sich um die Belange der italienischen Mitbürger kümmern sollte. Denn, so Mohrs: „Damals gab es Ausländerfeindlichkeit in Wolfsburg.“ Und das, obwohl Volkswagen schon früh im Wolfsburger Werk mit erster Integrationsarbeit begonnen habe.

Ausschuss und Referat starten 1974

Im März 1974 entwickelte sich der bundesweit erste Ausschuss für Ausländerangelegenheiten und damit laut Mohrs „eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe“. Zum ersten Mal habe es eine „Teilhabe am politischen Entscheidungsprozess“ gegeben. Zeitgleich habe das „Ausländerreferat“ unter der Leitung von Dottore Antonio di Virgilio seine Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit dem Ausschuss habe man Handlungsvorschläge für die Politik ausgearbeitet, internationale Kulturvereine und internationale Veranstaltungen gefördert. „Wolfsburg war und ist Vorreiter in der Integrationsarbeit“, betonte der OB.

Wechsel: Judith Wurm (l.) übernimmt die Referatsleitung vorübergehend von Sylvia Cultus. Quelle: Boris Baschin

Weitere wichtige Schritte folgten: die Städtepartnerschaft mit Pessaro-Urbino (1975), die Gründung der Italienischen Konsularagentur (1976), die Gründung von Centro Italiano (1977) und Italienischem Kulturinstitut (1985) sowie die erste Deutsch-Italienische Grundschule in Deutschland (1993). Ein weiterer wichtiger Schritt sei die Umbenennung gewesen – in Ausschuss für Migration und Integration sowie Integrationsreferat (2010). 2011 habe der Rat der Stadt das Konzept „Vielfalt leben“ beschlossen, 2015 mit Blick auf die Flüchtlingsströme das Konzept „Flucht und Zuwanderung“. Aktuell leben laut Mohrs 151 Nationen in Wolfsburg – „sie haben das Zusammenleben in unserer Stadt bereichert“, betonte er.

Integration als Gemeinschaftsaufgabe

Stadträtin Iris Bothe blickte voraus: „Es warten viele neue Aufgaben auf uns. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und weitermachen.“ Denn: „Integration ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Familien, Schulen, Vereine, Kollegen – alle seien aufgefordert mitzumachen. Ein dickes Lob sprach sie den Menschen in Wolfsburg aus: „Hier engagieren sich unglaublich viele ehrenamtliche Helfer.“ Ihnen allen – auch den Mitarbeitern des Integrationsreferats – wünsche sie vor allem zwei Dinge: „Ausdauer und einen langen Atem.“

Neue Chefin und Doppelspitze

Seit 2009 leitet Sylvia Cultus das Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg. Laut Stadträtin Iris Bothe – ihr ist das Referat für Integration unterstellt – sind in dem Referat aktuell 17 Mitarbeiter beschäftigt. Die müssen sich auf eine neue Chefin einstellen: Sylvia Cultus legt 2020 ein Sabbatjahr ein, neue Leiterin wird Judith Wurm. Sie kommt aus dem Geschäftsbereich Jugend und kümmert sich unter anderem um die Abenteuer- und Aktivspielplätze der Stadt. Ab 2021 führen Wurm und Cultus das Integrationsreferat als Doppelspitze.

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