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Stadt Wolfsburg Unterricht im Theater zeigt islamische Lebenswelt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Unterricht im Theater zeigt islamische Lebenswelt
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13:33 12.11.2019
Malala im Scharoun Theater: Die Kinder waren begeistert. Quelle: Heinz-Werner Kemmling
Wolfsburg

Einen besonderen Unterrichtsmorgen er­leb­ten die Schülerinnen und Schüler der Sekun­darstufe I Montag auf der Hinterbühne im Wolfs­burger Scharoun Theater. Das Thea­terstück „Malala“ vom Atze Musik­theater Berlin zog die jungen Besucher so in den Bann, dass ein einstündiges Nach­ge­spräch mit dem Ensemble noch Stoff für viele Fra­gen und Antworten enthielt.

Schauspieler nutzen auch landestypische Instrumente

Die Lebens­geschichte der im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufwachsenden Malala Yousaf­zai eröffnet den Schülern einen Blick auf eine Realität, die im eigenen Umfeld so nicht erlebt wird. In diskret zurück­hal­ten­dem Spiel gelingt es Regis­seu­rin Göksen Güntel und der vierköpfigen Thea­tergruppe wich­tige Stationen der heute 22-jährigen, die inzwischen in England studiert, unsentimental nebeneinander zu stellen. Dela Dabulamanzi als Malala, Javeh Asefdjah und Rasmus Max Wirth als Mutter und Vater springen durch geschickte Klei­der­­umwandlung in weitere Rollen. Sebastian Dreyer spielt live auf ländertypischen Instru­menten, wie Sitar, Rabab, Tabla als Hinter­grundmusik und zu eingespielten Videos.

Malala wird als Kind einer weltoffenen, im islamischen Geist lebenden, aber kri­tischen Familie erzo­gen. Ihr Vater, selbst Lehrer, tritt für die Bildung und Rechte der Mädchen ein. Er gründet eine eigene Schule. Dieses Umfeld und die positiv erlebte familiäre Erfahrung wird Grundlage für Malala, be­reits in früher Kind­heit sich für Kinder­rechte zu enga­gie­ren und ein Tagebuch über die Gewaltherr­schaft der Taliban zu führen. Das bleibt nicht ohne Folgen: Als Vierzehn­jäh­rige wird sie das Opfer eines Attentats. Sie überlebt den Kopf­schuss und ist seit 2014 die jüngste Frie­dens­nobelpreisträgerin.

Malala: Inszenierung im Scharoun Theater erzeugt Authentizität

Die sachlich schlichte Darstellung der äu­ße­ren Gegebenheiten und die altersmäßige Ver­bin­dung zur Hauptperson erzeugen eine Au­thentizität, der sich die Schüler nicht ent­zie­hen können. Beeindruckend die Worte der Sech­zehnjährigen: „Ich hatte zwei Op­tio­­­nen. Die eine war, zu schweigen und darauf zu warten, getötet zu werden. Und die zweite war, die Stimme zu erheben und dann getötet zu werden. Ich habe mich für die zweite ent­schieden.“ - Das im Ohr, kann zu einer neuen Sichtweise und Wahrnehmung von Nach­rich­ten beitragen.

Von Heinz-Werner Kemmling

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