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Stadt Wolfsburg Stadt muss 500 Asylbewerber aufnehmen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Stadt muss 500 Asylbewerber aufnehmen
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00:21 02.02.2019
Wird wohl reaktiviert werden: Das alte Asylbewerberheim an der Hafenstraße 28 in Fallersleben. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Rund 500 Asylbewerber muss die Stadt Wolfsburg in diesem Jahr noch aufnehmen, das teilten die Stadträtin Monika Müller und Lothar Laubert, Geschäftsbereichsleiter für Soziales und Gesundheit, gestern im Rahmen eines Pressegesprächs mit. Die hohe Zahl resultiert dabei aus einer Fehlquote von 2018, die eigentliche Zuweisungsquote für 2019 liegt bei 246 Personen. „Wir rechnen auch für die kommenden Jahre mit einer dreistelligen Zahl“, so Müller.

Meistens junge, alleinstehende Männer

Seitdem August hat die Stadt bereits rund 250 Asylbewerber untergebracht. Die meisten davon sind laut Stadt junge, alleinstehende Männer aus aller Welt, oftmals aus Afrika. Eine neue Entwicklung: Viele der Asylbewerber stammen wieder aus der Türkei. „Sie liegt bundesweit auf Platz“ berichtete Müller.

Nur noch 305 freie Plätze

Insgesamt stehen in der Stadt 1141 Plätze zur Verfügung, die sich auf die Unterkünfte Dieselstraße, Hafenstraße, Suhler Straße, Theodor-Heuss-Straße, Heinrichswinkel sowie Am Drömlingsstadion aufteilen. Nur noch 305 davon sind dem aktuellen Stand nach frei. „Nach derzeitigem Stand werden wir im August voll belegt sein“, kündigte Laubert an.

Wohnungen am Hageberg geplant

Die Zuweisungen an sich sind aber nicht das größte Problem. Vielmehr komme es darauf an, bereits anerkannte Flüchtlinge aus den Unterkünften in normale Mietverhältnisse zu überführen. 340 Plätze in den Asylunterkünften sind derzeit noch von bereits anerkannten Personen besetzt.

Stellten die aktuellen Zahlen aus dem Bereich Asyl vor: Lothar Laubert, Geschäftsbereichsleiter für Soziales und Gesundheit, und Stadträtin Monika Müller Quelle: Sebastian Bisch

Diesem Problem wolle sich die Stadt deshalb in 2019 verstärkt annehmen. „Da sind wir auch in Gesprächen mit den Wohnungsbaugesellschaften“, sagt Müller. Kurzfristig sollen in dem Gebäude am Hageberg, dass ursprünglich als Unterkunft für Flüchtlinge geplant war, Wohnungen für diesen Zweck entstehen. Der Bezug könnte laut Müller im März losgehen.

Hafenstraße 28 vor Reaktivierung

Um zudem weiteren Platz für etwa 50 Flüchtlinge zu schaffen, plant die Stadt, das Gebäude an der Hafenstraße 28 in Fallersleben wieder zu ertüchtigen. Eine Unterbringung am Heinenkamp, wo Platz für 400 Asylbewerber wäre, wolle man unbedingt vermeiden, versicherte Müller.

Von Steffen Schmidt

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