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Stadt Wolfsburg So läuft die Corona-Impfung im CongressPark
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Wolfsburg: So läuft die Corona-Impfung im CongressPark

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18:00 08.12.2020
Umbau der „Blackbox“: Im kleinen Saal des CongressParks werden die ersten beiden Impflinien eingerichtet.
Umbau der „Blackbox“: Im kleinen Saal des CongressParks werden die ersten beiden Impflinien eingerichtet. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

In der „Blackbox“ des CongressParks werden normalerweise Konzerte gespielt oder Theaterproduktionen aufgeführt, wenn nicht gerade Corona-Lockdown ist. Seit Dienstagmorgen herrscht in dem kleinen Saal des Veranstaltungshauses mit dem namensgebenden schwarzen Wand- und Deckenanstrich wieder Hochbetrieb. Hier werden die ersten beiden Impflinien für das Wolfsburger Corona-Impfzentrum aufgebaut.

Am CongressPark werden auch zwei mobile Teams stationiert, die den Impfstoff zum Beispiel in Pflegeheime bringen sollen

Der Umbau muss innerhalb einer Woche über die Bühne laufen. Denn ab dem 15. Dezember soll mit den Impfungen begonnen werden, sobald der Impfstoff in Wolfsburg zur Verfügung steht. Die Ratssitzung am 16. Dezember soll allerdings noch wie geplant im CongressPark stattfinden. Später werden jeweils zwei weitere Impflinien im großen Saal und im Spiegelsaal eingerichtet. Außerdem werden am CongressPark zwei mobile Teams stationiert, die den Impfstoff zum Beispiel in Pflegeheime bringen sollen.

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Für die Impfungen im CongressPark werden die Patienten im Foyer im alten Kassenbereich empfangen, erläuterte Tino Deich vom Geschäftsbereich Hochbau der Stadt. Von dort geht es weiter zum Bereich der alten Garderobe, wo die Registrierung per QR-Code erfolgt. Anschließend werden die Patienten über eine Treppe nach oben geführt auf die Ebene mit den drei Sälen, in denen die Impfungen erfolgen.

Der CongressPark als Corona-Impfzentrum: Hier werden sechs Impflinien verteilt auf drei Säle aufgebaut und außerdem zwei mobile Impfteams stationiert. Quelle: Stadt Wolfsburg

Jede der insgesamt sechs Impflinien besteht aus vier Impfkabinen und zwei Arzt-Vorbesprechungszimmern. Das vorgeschaltete Gespräch zwischen Arzt und Patient sei der „Flaschenhals“ im Betriebsablauf, sagt Bernhard Lange, der organisatorische Leiter des Impfzentrums. Denn hier soll es eine „etwas ausführlichere“ Beratung geben. An jeder Impflinie sollen Lange zufolge rund 20 Patienten pro Stunde geimpft werden können. Bei einem Acht-Stunden-Tag wären das 160 Impfungen an einer Linie – und bei sechs Linien insgesamt fast 1000 Impfungen pro Tag bei einer Vollauslastung. An die Impfkabinen angeschlossen sind Sanitätskabinen, falls Probleme auftreten sollten.

Im CongressPark können sich nicht nur Menschen mit Wohnsitz in Wolfsburg impfen lassen

Die Termine für die Impfungen werden zentral über das Land vergeben. Zum Start der Corona-Impfungen sollen bundesweit Ältere über 80, Pflegeheimbewohner und bestimmtes Personal mit hohem Infektionsrisiko voraussichtlich zuerst zum Zuge kommen können. Im CongressPark können sich nicht nur Menschen mit Wohnsitz in Wolfsburg impfen lassen. „Die Impfzentren sind offen, jeder kann sein Impfzentrum wählen“, sagte Manuel Stanke, Leiter der Berufsfeuerwehr.

Manuel Stanke, Leiter der Berufsfeuerwehr: „Die Kühlung erfolgt mit Trockeneis.“ Quelle: Britta Schulze

Die Corona-Impfstoff von Biontech muss nach seiner Anlieferung im CongressPark bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden. „Die Kühlung erfolgt mit Trockeneis“, erklärte Stanke. Zum Schutz des Impfzentrums sei ein Sicherheitskonzept zusammen mit der Polizei erarbeitet worden, sagte der zuständige Dezernent Andreas Bauer. „Einmal hat der Impfstoff einen gewissen Wert“, erklärte er diese Maßnahme. Aber auch mögliche Aktionen von Impfgegnern ziehen die Verantwortlichen in Betracht, wobei der Dezernent betonte: „Eine ganz konkrete Gefährdung aufgrund von Impfgegnern ist nicht latent vorhanden.“

Oberbürgermeister Mohrs appellierte an die Wolfsburger, sich impfen zu lassen

Bauer dankte den Mitgliedern der Projektgruppe Impfzentrum, wozu die Hilfsorganisationen (DRK, Malteser, THW und DLRG), die Polizei, die Kassenärztliche Vereinigung und das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr gehören. Oberbürgermeister Mohrs appellierte an die Wolfsburger, sich impfen zu lassen. „Die Impfung, darauf haben viele hingearbeitet, ist in unmittelbarer Nähe.“

Von Florian Heintz