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Stadt Wolfsburg Umbau von Don Camillo und Peppone: Kiosk-Besitzer freut sich auf die Bauarbeiter
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Umbau von Don Camillo und Peppone: Kiosk-Besitzer freut sich auf die Bauarbeiter
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18:09 18.12.2019
Versorgt die Bauarbeiter: Alaa Harissa verkauft im Kiosk gegenüber der Hochhäuser Don Camillo und Peppone bald auch am frühen Morgen Brötchen. Quelle: Roland Hermstein
Detmerode

Morgens um 7.30 Uhr schließt Alaa Harissa die Tür seines Kiosks auf. Seine ersten Kunden sind meist Schüler. Sie kaufen bei ihm Süßigkeiten und Getränke. Später gesellen sich Frauen in sein Geschäft, trinken dort einen Kaffee und reden. Ab Januar möchte der Kioskbesitzer in der Theodor-Heuss-Straße morgens eine Stunde früher öffnen: Ihn erwartet neue Kundschaft. Dann verkauft er an die Bauarbeiter, die an der Sanierung der Hochhäuser Don Camillo und Peppone mitarbeiten, Brötchen und Kaffee. Er hofft auf einen regen Betrieb. Denn: Seit dem Auszug der Bewohner aus den Wahrzeichen Detmerodes hatte er Umsatzeinbußen.

Einst ungewisse Zukunft für den Kioskbesitzer

Im Juli haben die letzen Bewohner die Hochhäuser verlassen, das habe ich im Verkauf gemerkt“, sagt der 36-Jährige. Ein Jahr vorher, im Mai 2018, hatte er den Kiosk übernommen. „Ich wusste ja vorher, dass mit den Hochhäusern etwas passiert“, sagt er. An einen Abriss habe er jedoch nie geglaubt. „Wenn es soweit gekommen wäre, dann hätte ich meinen Kiosk verkauft“, berichtet er.

Don Camillo und Peppone werden saniert

Das Wahrzeichen in Detmerode steht kurz vor der Sanierung. Im April starten die Umbauarbeiten. Der Kiosk von Alaa Harrisa ist ein paar Meter von den Hochhäusern entfernt, er bleibt hat während der Umbauarbeiten geöffnet.

Nach Umbau: Kioskbesitzer hofft auf Umsatzanstieg

Abgesperrt: Die Hochhäuser Don Camillo und Peppone in Detmerode werden saniert. Quelle: Roland Hermstein

Trotz Kundenparkplatz reichen die Stellflächen nicht

Harissa möchte durchhalten. Das hat er schon einmal geschafft, als er den Kiosk übernommen hat. Der Laden sei nicht gut gelaufen, als der Vorbesitzer den Kiosk an Harissa abgab. Der 36-Jährige steckte Zeit und Kosten in das Gebäude: „Ich habe die Fassade gestrichen und den Innenraum umgebaut.“ Er mag seine Arbeit, vor allem den Umgang mit Menschen. Nur eins stört ihn: das Parkplatzproblem. „Das ist eine Katastrophe! Ich habe zwar einen Kundenparkplatz, aber hier stehen sehr viele Autos“, sagt er. In Zukunft möchte er seinen Kiosk weiter umbauen.

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Von Nina Schacht

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