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Stadt Wolfsburg Der Knaller: „Karls Erlebnisdorf“ will nach Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Der Knaller: „Karls Erlebnisdorf“ will nach Wolfsburg
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17:02 18.12.2019
Karls Erlebnisdorf: Der Erlebnispark-Betreiber hat Interesse an Wolfsburg als Standort. Das ehemalige Landleben-Gelände könnte in Frage kommen.
Wolfsburg

Vor allem Familien mit Kindern in Wolfsburg würden sich freuen: „Karls Erlebnisdorf“ könnte bald auch in der VW-Stadt einen Freizeitpark eröffnen. „Wir sind in Wolfsburg auf Grundstückssuche“, bestätigt Inhaber und Geschäftsführer Robert Dahl. In einem Bericht der Ostsee-Zeitung über die Eröffnung einer Spielewelt hatte sich der Karls-Chef auch zu seinen Expansionsplänen geäußert. Wolfsburg ist neben St.-Peter-Ording, Leipzig und dem Ruhrgebiet in der engeren Wahl.

Gespräche mit der Wirtschaftsförderung laufen

„Wir haben inzwischen Kontakt mit der Wirtschaftsförderung aufgenommen“, sagt Dahl. Die Wolfsburger Wirtschaftsförderung bestätigt die Pläne: „Die WMG steht mit dem Unternehmen ‚Karls‘ im direkten Kontakt und unterstützt im Falle möglicher und zu begrüßender Expansionsüberlegungen am Standort Wolfsburg.“

Geschätztes Investitionsvolumen: 13 Millionen Euro

Kommt der Erlebnispark nach Wolfsburg, müsste Dahl nach seiner Einschätzung 13 Millionen Euro investieren. 90 Arbeitsplätze würden entstehen, die Aushilfsjobs in den Sommerferien nicht mitgerechnet. Die Erlebnisdörfer seien das ganze Jahr über geöffnet, erklärt Dahl. Die Standorte an der Küste profitieren von vielen Urlaubern. Die spannende Frage ist, wie gut ein solches Angebot in der Region Wolfsburg angenommen werden würde. „Wir bräuchten so 750 000 Besucher im Jahr“, sagt Dahl.

„Lobenswertes und nachhaltiges Konzept“

Einen Fan hat Dahl auf jeden Fall. Sven Leusmann aus Kreuzheide ist begeistert von Karls Erlebnisdörfern und regelmäßiger Besucher in Rövershagen. Als der Familienvater von den Plänen Dahls erfuhr, nach Wolfsburg expandieren zu wollen, war Leusmann begeistert. „Das Konzept ist nachhaltig und sehr lobenswert. Für Familien mit Kindern ist das sensationell“, sagt der 49-Jährige. „Das wäre ein super Zugewinn für Wolfsburg.

Karls Erlebnis-Dorf

Inhaber und Geschäftsführer Robert Dahl ist eigentlich Erdbeerbauer. 1993 gründete er in Rövershagen (Mecklenburg-Vorpommern) den gleichnamigen Erlebnishof. Dieser wurde zu Karls Erlebnisdorf ausgebaut, das 2008 eröffnet wurde. Seit 2012 wurden vier weitere Erlebnisdörfer eröffnet: Bei Lübeck, Berlin und auf den Inseln Usedom und Rügen. Mehr als zwei Millionen Besucher im Jahr zählt allein Rövershagen.

Der Eintritt in die Erlebnisdörfer ist frei. Zum Konzept der Parks gehören inzwischen zwölf verschiedene Manufakturen, in denen unter anderem Marmeladen, Bonbons, Gummibärchen und Eis produziert werden. Die Produkte werden in den Hofläden verkauft. Es gibt Gastronomie und kostenlose Spielmöglichkeiten, aber auch Fahrgeschäfte mit Eintritt wie der „Fliegende Kuhstall“.

Kommt das frühere Landleben in Frage?

„Karls“ hat seine Fühler bereits vor mehreren Jahren nach Wolfsburg ausgestreckt – und nach Auskunft der WMG auch das Areal des früheren Romantikparks Landleben „umfassend geprüft“. Damals erhielt jedoch ein Grundstück in der Wustermark bei Berlin den Zuschlag. „Das ging sehr schnell dort“, sagt Dahl. 2014 eröffnete der FreizeitparkWustermark-Elstal“. Hat dieses Mal Wolfsburg den Fuß in der Tür?

„Derzeit befindet sich nach unserem Kenntnisstand kein konkretes Grundstück in der tiefergehenden Prüfung, auf welchem eine kurzfristige Entwicklung realisierbar wäre“, teilt die WMG mit. Dahl hingegen schließt auch das frühere Landleben, das derzeit unter dem Namen „Schöne Heide“ entwickelt wird, als Standort zumindest nicht aus. Ein Karls Erlebnisdorf benötige eine Fläche von etwa sechs Hektar. Entscheidend sei, wie schnell der Bau des Parks umgesetzt werden könne.

Ehemaliges Landleben: Entsteht auf der brach liegenden Fläche bald auch ein Freizeitpark? Quelle: Britta Schulze

Und für das Landleben gibt es immerhin schon ein Bauleitverfahren. „Der Bebauungsplan ist gar nicht so weit entfernt von dem, was wir vorhaben. Wir haben mit dem jetzigen Eigentümer Kontakt aufgenommen“, verrät Dahl. Ein Braunschweiger Investor will die Fläche für ein Hotel sowie Gastronomie, Sport und Freizeit nutzen. Da erscheint ein Freizeitpark nicht abwegig. Ob das Vorhaben dieses Mal konkretere Formen annimmt, entscheidet sich bald. „Die nächsten Wochen werden einiges zeigen“, sagt Dahl.

Von Christian Opel

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