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Stadt Wolfsburg BUND radelt für Verkehrswende und gegen die A39
Wolfsburg Stadt Wolfsburg BUND radelt für Verkehrswende und gegen die A39
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15:06 03.05.2019
Hoffen auf viele Mitradler: Die Organisatoren der Fahrrad-Demo des BUND (v.l.) Manfred Michel und Gerhard Chrost. Quelle: Steffen Schmidt
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Wolfsburg

150 bis 200 Radfahrer, die sich durch die City, über die Berliner Brücke, die B188 und durch Velstove, Jembke, Tappenbeck, Sandkamp sowie über die Heinrich-Nordhoff-Straße schlängeln, sorgen sicherlich für Aufmerksamkeit. Und genau geht es den Kreisverbänden Wolfsburg und Gifhorn des BUND, wenn sie am Samstag, 11. Mai, zur großen Fahrrad-Demo „Keine A39, Klimaschutz jetzt!“ einladen. Mit der Aktion, die um 11 Uhr am Wolfsburger Bahnhof startet und bei der Kundgebungen vor der City Galerie sowie in Tappenbeck am Schützenheim vorgesehen sind, will der BUND seine Klage gegen den A39-Bau unterstützen und für eine Verkehrswende plädieren.

„Naturlandschaft wird zerstört“

„Mit der A39 werden gut 500 Hektar Naturlandschaft zubetoniert, hochwertige Naturräume zerstört oder zerschnitten sowie zahlreiche FFH-Gebiete beeinträchtigt“, begründet Manfred Michel, Organsiator der Demo, die Klage des BUND. All das führe zu einer Verschärfung der Klima-Krise und fördere die globale Erwärmung. „Zudem hat auch das Umweltbundesamt die A39 auf die Liste der umweltschädlichsten Projekte gesetzt“, informiert Michel.

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BUND fordert B4-Ausbau

Hinzu komme, dass die Planung der A39 mittlerweile überholt sei. „Weiter östlich wird parallel die A14 gebaut, ich glaube nicht, dass die A39 heute noch nötig ist“, meint Gerhard Chrost vom BUND Wolfsburg. Zumal es Alternativen gebe: „Man könnte die B4 samt Ortsumgehungen ausbauen. Das wäre sogar schneller. Oder das Geld zum Ausbau des Schienennetzes nehmen“, plädiert Chrost. Doch: „Diese Alternativen wurden nie richtig geprüft, das ist auch Teil unserer Klage“, so Michel.

Unterstützung durch Fridays for Future?

Bei der Demo soll es aber nicht nur um die A39 gehen. Chrost: „Wir brauchen generell eine Verkehrswende, da hat sich jahrelang nichts getan.“ Auch deswegen hofft der BUND, dass sich Teile der Friday for Future-Bewegung der Demo anschließen werden. „Da setzen wir auf die Jugend“, so Chrost. Der Demo anschließen kann sich jeder – ob zum Start um 11 Uhr am Bahnhof oder unterwegs. Die Tour ist 32 Kilometer lang, soll aber gemütlich gefahren werden. In Tappenbeck erwartet die Teilnehmer eine Verpflegungsstation.

Von Steffen Schmidt

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