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Stadt Wolfsburg Duo überfällt VW-Mitarbeiter in Wohnung – und wird freigesprochen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Duo überfällt VW-Mitarbeiter in Wohnung – und wird freigesprochen
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17:24 26.02.2020
Wolfsburg: In diesem Wohnviertel in der Innenstadt ereignete sich der Überfall auf den VW-Mitarbeiter. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Weil sie einen VW-Mitarbeiters (30) in seiner Wohnung in der Innenstadt überfallen haben, standen am Mittwoch ein 24- und 26-Jähriger vor Gericht: Es ging um eine Mindestfreiheitsstrafe von drei Jahren für eine gemeinschaftliche räuberische Erpressung. Doch am Ende gab’s die große Überraschung: Trotz der Aussage des Opfers, die Täter auf Bildern wiedererkannt zu haben, wurde das Duo aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Der 30-Jährige schlief, als die Täter kamen

Die Aussage des Opfers vor dem Schöffengericht am Mittwochmorgen klang wie eine Szene aus „Aktenzeichen XY…“: Der 30-Jährige schlief, als in der Nacht zum 19. Oktober 2018 gegen 4.30 Uhr plötzlich jemand bei ihm klingelte. Er hörte auch, wie bei den Nachbarn geklingelt wurde, und offensichtlich jemand den Türöffner für die gemeinsame Haustür unten im Treppenhaus betätigt hatte.

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Duo bracht Wohnungstür des Opfer gewaltsam auf

Plötzlich vernahm er schnelle und laute Schritte im Treppenhaus. Gewaltsam brachen dann zwei Männer die Wohnungstür auf und verschafften sich Zutritt zu seinem Zimmer. Als die Täter ihm gegenüberstanden, unmaskiert übrigens und einer hatte eine Wodka-Flasche in der Hand, verlangten sie Geld – und erhielten als Beute 40 Euro.

Opfer kannte die Täter aus der Altdeutschen Bierstube

Bei seiner späteren Aussage vor der Polizei meinte das Opfer, einen der Täter erkannt zu haben. Und erklärte: „Ein paar Wochen zuvor hatte ich in der Altdeutschen Bierstube gefeiert und blöderweise zwei Kollegen, die ich erst an dem Abend kennengelernt hatte, kurz mit nach Hause genommen, um Geld zum Weiterfeiern zu holen. Da hat der eine Kollege genau gesehen, dass ich einen Geldvorrat in meiner Wohnung habe.“

Polizei fand DNA-Spuren an Tür und auf der Flasche

Im Rahmen der Polizei-Ermittlungen wurden DNA-Spuren an der aufgebrochenen Tür und auf einer vor dem Haus gefundenen Getränkeflasche sichergestellt, die Spur führte zu den beiden Angeklagten: ein mehrfach vorbestrafter 26-jähriger arbeitsloser Wolfsburger sowie ein 24-jähriger irakischer Staatsangehöriger, ebenfalls mehrfach vorbestraft.

Opfer erkannt das Duo auf Fotos wieder

Das Opfer hatte das Duo anhand von Fotos wiedererkannt: Bei dem 26-Jährigen sei er sich ganz sicher gewesen, bei dem 24-Jährigen war er sich „nur zu 60 bis 70 Prozent“ sicher. Der Polizei war jedoch bei der Foto-Vorlage ein Fehler unterlaufen: Korrekterweise muss das Opfer den Täter aus mindestens acht ähnlich aussehenden Personen heraus erkennen. Im vorliegenden Fall zeigte die Polizei dem Opfer aber nur insgesamt acht Bilder, die beiden Verdächtigen mit eingerechnet. Auch waren die gefundenen DNA-Spuren nicht direkt in der Wohnung sichergestellt worden, sondern nur auf einer Flasche, die in einem Gebüsch vor dem Haus lag.

Schöffengericht musste sich lange beraten

Nach langer Beratung kam das Schöffengericht am Mittwoch schließlich zu dem Urteil, dass die Identität der Täter nicht absolut zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, so dass die Angeklagten aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurden.

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Von swi

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