Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Wolfsburger diskutieren mit Experten über Kinderrechte in Corona-Zeit
Wolfsburg Stadt Wolfsburg

Wolfsburg: Diskussion über Kinderrechte in Corona-Zeit

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:30 18.05.2021
Das Kinder- und Jugendbüro lud ein: In einer Diskussion ging es um Kinderrechte in der Corona-Zeit.
Das Kinder- und Jugendbüro lud ein: In einer Diskussion ging es um Kinderrechte in der Corona-Zeit. Quelle: Stadt Wolfsburg
Anzeige
Wolfsburg

Bei einer digitalen Arbeitsrunde des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Wolfsburg ging es jetzt um das Thema „Kinderrechte in der Corona-Zeit“. Fachleute für Jugend, Gesundheit, Bildung oder Integration aus der Stadtverwaltung diskutierten mit externen Kooperationspartnern vom Verein Dialog, dem Stadtjugendring, dem Stadtsportbund und Mitgliedern des Jugendbeirates sowie Bürgern unter Leitung der städtischen Kinderbeauftragten Katrin Dedolf.

Wie kann man unkompliziert Kinder und Jugendliche unterstützen?

„Uns ging es nicht nur darum, die rechtliche Perspektive der anhaltenden Einschränkung von Kinderrechten durch die Corona-Maßnahmen zu beleuchten, sondern auch zu schauen, welche unkomplizierten und kreativen Wege und Angebote entwickelt wurden, um Kinder und Jugendliche in dieser Zeit zu unterstützen“, erläutert Katrin Dedolf.

Aufgeteilt in Arbeitsgruppen nach den Kinderrechten (Recht auf Bildung/Diskriminierungsverbot, Recht auf gesundes Aufwachsen/Kinder- und Jugendschutz und Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung) berichteten die Teilnehmenden, welche Angebote, Maßnahmen und Verfahren in der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen in der Corona-Zeit angepasst oder neu entwickelt wurden.

Starker Wunsch nach Austausch und Information

Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass das Urvertrauen von Kindern und Jugendlichen als vordringliche Maßnahme wiederhergestellt werden müsse. Das sei in der gesamten Corona-Zeit seit März 2020 schrittweise abhanden gekommen. Bei Jugendlichen und Kindern gebe es zudem einen starken Wunsch nach Austausch, Information und auch Beteiligung.

Die aktuellen Schlagwörter wie Homeschooling, Social Distancing, Kinderschutz, Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung, eingeschränkte Freizeitangebote und -aktivitäten, Hilfe- und Beschwerdewege für Kinder und Jugendliche zeigten, dass Kinderrechte sehr vielschichtig sind. Sie betreffen unterschiedlichste Bereiche, vor allem in einer Stadtverwaltung.

„In Krisenzeiten an einem Strang ziehen“

„Die Durchsetzung und Einhaltung von Kinderrechten in der Kommune ist eine Querschnittsaufgabe, deshalb ist es wichtig, dass alle in der Kinder- und Jugendhilfe handelnden Akteure auch in Krisenzeiten an einem Strang ziehen“, erklärt Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration. Mit dieser Arbeitsrunde unter Beteiligung von Jugendlichen sei ein erfolgreicher Aufschlag gemacht, um sich des Themas anzunehmen.

Matthias Keil, Mitglied des Jugendbeirates, fasste die zweistündige Gesprächsrunde so zusammen: „Auf Augenhöhe mit Fachleuten über unsere Situation in der Corona-Phase zu sprechen, ernst genommen und gehört zu werden, hat sehr gut getan.“

Von der Redaktion