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Stadt Wolfsburg Dach kaputt: Es tropft in die St. Christophorus-Kita
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Dach kaputt: Es tropft in die St. Christophorus-Kita
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17:30 04.11.2019
St. Christophorus: Das Dach ist kaputt und es tropft hinein. Eine Sanierung ist dringend notwendig. Quelle: Gero Gerewitz
Stadtmitte

Nach starkem Regen stehen Eimer auf dem Flur der katholischen Kindertagesstätte St. Christophorus. Der Grund ist simpel und gleichzeitig traurig: Seit Jahren ist das Dach undicht, eine geplante Sanierung wurde wegen der Diesel-Affäre bei VW und des damaligen Sparhaushaltes auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Damit das Dach im nächsten Jahr saniert werden kann, übernimmt die Stadt 580 000 Euro. Dieses geht aus einer Vorlage für den Ortsrat Stadtmitte hervor.

Es tropft: Erzieher stellen Eimer auf

Bevor die Kindertagesstätte öffnet und die Kids hineinströmen, sorgen Erzieher und Reinigungskräfte dafür, dass der Fußboden trocken ist und Eimer aufgestellt werden. „Die Kinder bekommen von dem Problem nicht so viel mit, auch die Eimer auf dem Flur interessieren sie nicht“, sagt Kita-Leiterin Rosa Elia. Die Eltern dagegen finden das Problem mit dem undichten Dach eher unschön. Denn auf dem Flur bilden sich häufig Wasserlachen. Elia betont: „Außer Sanierung gibt es keine Möglichkeit.“

Der Gesamtverband der katholischen Kirchen Wolfsburg ist als Träger für die Kindertagesstätte St. Christophorus in der Ketteler Straße verantwortlich. Dass das Dach sanierungsbedürftig ist, wurde bereits 2011 festgestellt. Die Ausbesserungsarbeiten sollten damals einhergehen mit der Erweiterung der Einrichtung, doch wegen der Dieselaffäre bei Volkswagen war die Stadt gezwungen, etliche Projekte wie Ausbau und Sanierung der Christophorus-Kita auf Eis zu legen.

Dachkonstruktion der Christophorus-Kita ist teilweise durchfeuchtet

2018 nahmen Experten die Dachkonstruktion erneut unter die Lupe. „Die vorhandene Dachdämmung ist teilweise durchfeuchtet und erzielt damit keine ausreichende Dämmwirkung. Vereinzelt dringt Regenwasser in den Innenraum der Kita, so dass kurzfristiger Handlungsbedarf geboten ist. Ein weiteres stellenweises Ausbessern von Schäden ist angesichts der nachhaltigen Sicherung der Betreuungsplätze nicht länger möglich“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Insgesamt wird für die Sanierung des Daches mit 640 000 Euro gerechnet, die Stadt gewährt einen Zuschuss in Höhe von 580 000.

Politiker sind sich einig: Sanierung ist dringend notwendig

Jens Thurow, Fraktionssprecher der CDU-Stadtmitte, sagt: „Es ist unstrittig, das etwas gemacht werden muss.“ Detlef Conradt (SPD), Ortsbürgermeister Stadtmitte, sieht die Sanierung ebenfalls als dringend notwendig an: „Wenn die Stadt das Geld über hat, dann wollen wir es auch machen. Es könnte schon Schimmel entstanden sein in der feuchten Decke, das ist doch auch gesundheitsgefährdend.“

Die Verwaltungsvorlage diskutiert der Ortsrat am heutigen Dienstag um 16 Uhr im Rathaus A Sitzungszimmer 2.

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