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Stadt Wolfsburg DB investiert eine Million in Wolfsburger Bahnhof
Wolfsburg Stadt Wolfsburg DB investiert eine Million in Wolfsburger Bahnhof
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20:14 15.11.2019
Zukunftsbahnhof Wolfsburg: Die Bahn möchte auch in Wolfsburg mehr Menschen auf die Schiene bringen. Dafür arbeiteten die Bahn und die Stadt gemeinsam an der Umsetzung. Eine Mooswand (Hintergrund) soll die Luftqualität am Bahnhof verbessern. Quelle: Nina Schacht
Stadtmitte

Der Wolfsburger Bahnhof soll attraktiver werden: Wartende Reisende können deshalb ab sofort unter anderem in einem Pavillon am Gleis arbeiten. Eine Mooswand mit einer Größe von 35 Quadratmetern verbessert die Luftqualität in der Vorhalle. Mülleimer mit Sensoren übermitteln den Füllstand und Menschen mit Seheinschränkung können sich mit Hilfe einer App und einem Leitsystem leichter auf dem Bahnhofsgelände orientieren. Dafür investiert die Bahn bei ihrem Projekt „Zukunftsbahnhof“ rund eine Million Euro in Wolfsburg.

Wolfsburger Bahnhof gehört zu den Vorreitern

Die insgesamt 16 Zukunftsbahnhöfe sind „Testlabore“. An ihnen wird ausprobiert, welche Angebote die Zeit am Bahnhof für Reisende angenehmer machen. In Wolfsburg betrifft das rund 21 000 Reisende und Bahnhofsbesucher täglich. Die meisten davon sind Pendler nach Braunschweig oder Berlin. „Was gut funktioniert, kann in Zukunft zum Standard an Bahnhöfen werden“, sagt Bernd Koch, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG.

Hier eine Bildergalerie zum neuen Bahnhof:

Für Reisende gibt es digitale Angebote, eine Mooswand soll für bessere Luft sorgen. Digitale Mülleimer zeigen an, wenn der Mülleimer geleert werden müssen.

Besseres Klima: Mooswände filtern die Luft

In einem sattem Grünton hängt die Mooswand über der Buchhandlung am Bahnhof. Sie entnimmt Kohlenstoff und Stickstoff aus der Atmosphäre. „Gerade bei Fußballspielen ist die Luft in der Bahnhofshalle stickig“, sagt eine Sprecherin der Bahn. Wir hoffen mit der Mooswand das Klima am Bahnhof verbessern zu können.“ Regelmäßige Pflege benötigt die Mooswand nicht. Sie muss lediglich mal mit Wasser besprüht werden. An der Mooswand sind Messsensoren installiert. Sie sollen die Temperatur und den CO2-Gehalt übermitteln. „Wir haben noch keine Werte zur Effizienz vorliegen“, sagt die Bahnhofssprecherin. Das werde nun in Wolfsburg getestet. Vor der Mooswand steht eine Tafel, dort können Besucher des Bahnhofs einen Knopf mit einem Smiley drücken und ihre Meinung zur Mooswand kund tun.

Barrierefreiheit wird am Bahnhof ausgebaut

Weiteres Novum: Eine App und ein Blindenleitsystem für Menschen mit Sehbehinderung. Die App „mindtags.net“ informiert per Sprachausgabe im Smartphone über Gegebenheiten am Bahnhof und in dessen Umfeld. Zudem weist sie auf mögliche Hindernisse hin. Das Leitsystem soll für einen sicheren Weg in der Bahnhofshalle bis hin zu den Gleisen sorgen. Bürgermeister Klaus Mohrs freut sich darüber, dass der Bahnhof nun ein neues Gesicht bekomme. „Der Zukunftsbahnhof passt gut zu der Entwicklung unserer Stadt. Er ist ein erster Schritt für die Weiterentwicklung des Nordkopfs zu einem Quartier der Zukunft“, sagt Mohrs.

Angenehmere Wartezeit an den Gleisen

Auch eine neue Stimme ertönt am Wolfsburger Bahnhof bald in den Hallen und an den Gleisen. Statt der bisherigen Frauenstimme wird Heiko Grauel, die „neue Stimme der Bahnhöfe“, wie es in einer Mitteilung der deutschen Bahn heißt, in Wolfsburg Abfahrtszeiten und Gleisänderungen bekannt geben. Auch die Wartezeit auf den nächsten Zug soll für Reisende nun komfortabler werden: diese können sie sitzend oder stehend an Arbeitsplätzen in einem Glaspavillon verbringen. Um Ausfälle der Aufzüge am Bahnhof zu verhindern, melden die Fahrstühle zukünftig digital, ob bald eine Wartung notwendig wird. „Derzeit liegt die Verfügbarkeit der Fahrstühle bei 97 Prozent“, so die Bahnsprecherin.

So geht es 2020 am Bahnhof weiter

Weitere Angebote sind für 2020 geplant: Dann soll am Bahnhof kostenloses W-Lan zur Verfügung stehen. Auch der Westflügel in Richtung Nordkopf soll umgestaltet werden. „Wir möchten die Aufenthaltsqualität am Bahnhof und das dortige gastronomische Angebot verbessern“, sagt Uwe Seel vom Bahnhofsmanagement. Seit diesem Jahr wird der Bahnhof zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt.

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Von Nina Schacht

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