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Stadt Wolfsburg Wegen Corona: Bis zu 80 Prozent weniger Fahrgäste bei der WVG
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Wolfsburg: Bis zu 80 Prozent weniger WVG-Fahrgäste wegen Corona

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08:11 27.07.2020
Corona verdirbt die Bilanz: Bis zu 80 Prozent weniger Fahrgäste als im Vorjahr verzeichnete die WVG am Höhepunkt der Krise. Quelle: Britta Schulze (Archiv)
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Wolfsburg

Verkehrsbetriebe in ganz Deutschland haben heftig mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Zwar sind Busse und Bahnen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) inzwischen wieder deutlich stärker ausgelastet, aber die Corona-Krise beschert den Betrieben aufs Jahr gerechnet Einnahmeausfälle in Millionen-Höhe. Auch der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG). Das Unternehmen geht davon aus, dass es erst 2021 seine üblichen Zahlen wieder erreicht.

Die WVG hatte im Jahr 2019 etwa 40 000 Fahrgäste pro Tag. „In der Krise ist das Fahrgastaufkommen zunächst deutlich zurückgegangen – bis zu 80 Prozent am Tiefpunkt“, sagte Sprecherin Petra Buerke. „Die Fahrgastzahlen haben sich in den letzten Wochen erholt.“ Trotzdem liegen sie immer noch 40 bis 50 Prozent unter dem Vorjahr. Erst 2021 rechne die WVG deshalb wieder mit Erreichen des Normalniveaus.

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In Göttingen war der Einbruch noch größer als in Wolfsburg

In Göttingen war der Einbruch noch größer als in Wolfsburg. Zwischen Ende März und Ende April wurde ein Fahrgastrückgang von bis zu 90 Prozent beobachtet. Derzeit gebe es noch keine genauen Zahlen, sagte Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke mit Blick auf die aktuelle Situation. „Aber wir schätzen die Fahrgastzahlen auf 50 bis 60 Prozent des Vorjahresniveaus.“ Die unmittelbaren Einnahmeverluste liegen im ersten Halbjahr bei knapp 1,4 Millionen Euro.

Noch übler sieht es in Oldenburg aus: Im Vorjahresvergleich liegen die Verluste im ersten Halbjahr 2020 bei knapp über zwei Millionen Euro. Ende März und im April hätten die Fahrgastzahlen lediglich bei 20 Prozent des Vorjahresniveaus gelegen, teilte die Verkehr und Wasser GmbH (VWG) mit.

Die Lage entspannt sich zurzeit wieder

Auf dem Lockdown-Zenit brachen die Passagierzahlen je nach Stadt und Linie um 60 bis 90 Prozent ein, wie eine dpa-Umfrage in mehreren Städten ergab. Zwar entspanne sich mittlerweile die Lage – die Corona-Delle werde aber auch am Ende des Jahres deutlich zu spüren sein.

Von der Redaktion/dpa