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Stadt Wolfsburg Arbeitslosigkeit in Wolfsburg auf neuem Rekordtief
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Arbeitslosigkeit in Wolfsburg auf neuem Rekordtief
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18:05 30.09.2019
Rekordtief: Die Arbeitslosenquote in Wolfsburg sank auf 4,3 Prozent. Quelle: dpa
Wolfsburg

Trotz schwächelnder Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit in Wolfsburg im September gesunken. 2947 Arbeitslose sind 6,2 Prozent weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 88 beziehungsweise 2,9 Prozent weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,3 % und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Auch im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt sank die Zahl der Arbeitslosen um 6,4 Prozent auf 9438. Die Quote liegt damit bei 4,4 Prozent und 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

Arbeitgeber melden deutlich weniger Stellen

Die Konjunkturtief macht sich allerdings bei den gemeldeten Stellen deutlich bemerkbar. Zwar ist die Nachfrage nach Arbeitskräften vor allem nach Fachkräften weiterhin auf einem hohen Niveau, jedoch verzeichnet die Agentur einen deutlichen Rückgang der gemeldeten Stellen gegenüber dem Vorjahr. Der Zugang seit Jahresbeginn liegt 442 Stellen oder 6,1 Prozent unter dem Vorjahreswert und auch der Stellenbestand nahm gegenüber dem Vorjahr um 615 beziehungsweise 16,5 Prozent ab.

Vor allem junge Menschen profitieren

„Erfreulicherweise sank im September die Arbeitslosigkeit im Zuge der Herbstbelebung erwartungsgemäß. Von dieser Entwicklung profitierten alle Personengruppen. Vor allem die Arbeitslosenzahl der jungen Menschen unter 25 Jahren reduzierte sich deutlich, viele nahmen eine neue Beschäftigung oder eine Ausbildung auf. Mit den rund 9500 Arbeitslosen blicken wir damit auf den niedrigsten Wert der Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Dennoch ist das kein Grund, in unseren Bemühungen nachzulassen. Das beste Rezept um das Risiko der Arbeitslosigkeit nachhaltig zu minimieren, ist und bleibt lebenslanges Lernen im Berufsleben,“ so Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt.

Weiterbildung ist Pflicht

In diesem Zusammenhang erläutert er die Bedeutung von Qualifizierungen und Weiterbildungen: „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Beratung der Unternehmen. Wir wollen gemeinsam mit den Betrieben Wege finden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Qualifizierungen auf sich ändernde Arbeitsbedingungen vorzubereiten. Mit dem Qualifizierungschancengesetz hat uns die Politik viele Möglichkeiten der Weiterbildungsförderung eröffnet. Wir können nun Unternehmen finanziell flexibler bei der Weiterbildung ihrer Beschäftigten unterstützen, deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt oder die vom Strukturwandel bedroht werden.“

Von Steffen Schmidt