Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Jobvermittlung von morgen: So will die Arbeitsagentur unbürokratischer werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Jobvermittlung von morgen: So will die Arbeitsagentur unbürokratischer werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:14 18.11.2019
Beim „Digi-Day“ im Phaeno lernen 150 Mitarbeiter der Arbeitsagentur aus Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt die digitalen Angebote der Agentur kennen. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Die Arbeitsagentur möchte ihr Angebot unbürokratischer gestalten und die Kunden auf die neuen Anforderungen der Arbeitswelt vorbereiten. Deshalb besuchten jetzt 150 Mitarbeiter der Agentur für Arbeit aus Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt einen so genannten „Digi-Day“ im Phaeno. An sieben Stationen lernten die Mitarbeiter die verschiedenen Facetten der Digitalisierung kennen.

Draußen vor dem Phaeno stand ein umgebauter Bus vom Kompetenzzentrum Hannover, innen gab es eine Produktionsstraße statt Sitze. Florian Gehrke vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Universität Hannover erklärte anhand eines Kugelschreibers den Unterschied zwischen Digitalisierung und Automatisierung. Bei der Digitalisierung unterstützt eine Maschine einen Menschen und der Arbeitnehmer muss zum Beispiel noch selber Teile zusammenbauen. In einer automatisierten Fertigung wird kein Mensch mehr benötigt.

Digitalisierung: Berufe wandeln sich

Aufgrund der Digitalisierung fallen einige Jobs weg, verändern sich stark oder es entstehen neue. Deshalb ist es für die Mitarbeiter wichtig, diese Entwicklungen zu kennen und weitergeben zu können. „Unsere Arbeitsvermittler müssen die Arbeitswelt besser verstehen als jeder andere und aufzeigen, wie das Berufsfeld in Zukunft aussehen wird. Nur so können genaue Ausbildungen oder Fortbildungen angeboten werden“, erklärte Sandra Schenke, Teamleiterin der Arbeitsvermittlung Wolfsburg.

Eine Bildergalerie zum 1. Digi-Day der Arbeitsagentur:

150 Mitarbeiter der Arbeitsagentur aus Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt haben am „Digi-Day“ im Phaeno teilgenommen. An sieben Stationen bekamen sie einen Einblick in die Digitalisierung.

Beim „Digi-Day“ waren nicht nur Arbeitsvermittler dabei, sondern alle Mitarbeiter der Arbeitsagentur. Manuela Fritsch betreut die Arbeitgeber und probierte sich am digitalen Schweißen aus. „Der Tag ist auf jeden Fall sehr interessant und ich bekomme einen Eindruck von den neuen Berufen“, sagt Fritsch.

Weniger Bürokratie

Um die veränderte Arbeitswelt besser erfassen zu können, hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Strategie „2025“ entwickelt. In Hinblick auf die Trends der Gesellschaft wurden verschiedene Leitsätze festgelegt. Ein Leitsatz besagt, dass die Dienstleistungen der Agentur nach und nach Online zur Verfügung stehen sollen. Die sogenannten e-Services beinhalten zum Beispiel das Beantragen von Arbeitslosengeld oder das Angeben einer offenen Stelle. „Die Kunden und Arbeitgeber können sich ein Profil anlegen und mit uns kommunizieren“, erklärt Agentur-Sprecherin Wiebke Saalfrank.

Während des Digi-Day wurden den Mitarbeitern die Online-Dienstleistungen erklärt, falls der Kunde doch Fragen zu dem Angebot hat. „Wir wollen unseren Internetauftritt kundenfreundlich gestalten und für einen sichtbaren Abbau von Bürokratie sorgen“, betont Saalfrank.

Und hier ein Video zum Digi-Day im Phaeno:

Online-Angebote der Arbeitsagentur

An den Standorten Wolfsburg, Helmstedt und Gifhorn befindet sich je eine Arbeitsagentur. Allerdings gibt es nur ein Berufsinformationszentrum (BIZ) für alle Orte am Wolfsburger Nordkopf (Porschestraße). Deshalb müssen die Schulklassen aus dem gesamten Gebiet nach Wolfsburg fahren, um sich über Beruf und Studium zu informieren. Damit dieser Aufwand für Lehrer und Schüler geringer wird, fahren die Mitarbeiter zukünftig mit Tablets zu den Schulen, um das digitale Angebot der Arbeitsagentur vorzustellen.

Auch das war Thema beim Digi-Day. In kleinen Gruppen lernten die Mitarbeiter den Internetauftritt und die Applikationen der Agentur mithilfe der Tablets kennen. Der 48-jährige Arbeitsvermittler Mathias Koch hörte beim Vortrag gespannt zu, damit er später vor den Klassen nichts falsch macht. „Ich gehöre ja zu einer anderen Generation, daher freue ich mich in die Zukunft zu schauen“, so Koch.

Lesen Sie auch:

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

Die Polizei konnte die 49 Jahre alte Frau noch rechtzeitig aus dem Verkehr ziehen. Einige Autofahrer mussten dem Renault der Frau zuvor auf der L 291 ausweichen. Zur Polizei sagte die Frau: „Ich weiß nicht mehr, wie viel ich getrunken habe.“ Sie hatte fast drei Promille...

18.11.2019

Ist der Tisch akkurat gedeckt? Werden die Speisen professionell angereicht? Und wie gut war die Lammkeule ausgelöst? Angehende Köche, Restaurant- und Hotelfachleute stellten sich der Jugendmeisterschaft.

18.11.2019

Rund 70 Prozent der hier TÜV-geprüften Autos bekommen sofort eine neue Plakette. Mängel zeigen sich allerdings ausgerechnet in einem Bereich, der leicht zu kontrollieren und zu pflegen wäre.

18.11.2019