Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Wolfsburg: 6000 Beschäftigte stammen aus EU-Ausland
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburg: 6000 Beschäftigte stammen aus EU-Ausland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 23.05.2019
Banner am VW-Kraftwerk: Nicht nur Volkswagen betont die enorme Bedeutung der Europäischen Union. Immer mehr EU-Ausländer arbeiten in Wolfsburg. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Von den 2018 insgesamt rund 185.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk Helmstedt kamen 8240 aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Damit kam zuletzt circa jeder 22. sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer aus einem EU-Partnerland. 2008 waren es noch 4.115 Menschen mit EU-Staatsbürgerschaft, die in Unternehmen im Agenturbezirk beschäftigt waren.

Von den fast 121.000 Beschäftigten in Wolfsburg stammten letztes Jahr 5988 (2008: 3489) aus einem EU-Partnerland. Der Anteil liegt damit bei etwa 5 Prozent. Aus dem Nicht-EU-Ausland stammten hingegen lediglich 4000 Beschäftigte.

„Die Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Bürger macht sich auf unserem regionalen Arbeitsmarkt durchaus bemerkbar, wie diese Zahlen zeigen“, erläutert Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt. „Über alle Grenzen hinweg hat sie die EU zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum entwickelt und unsere Region ist für Unionsbürger ein attraktiver Arbeitsort.“ Die Entwicklung sieht er aufgrund des hohen Fachkräftemangels noch nicht am Ende. Steinmann: „Wir werden auch künftig auf qualifizierte Beschäftigte aus der EU angewiesen sein.“ Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist das Recht jedes EU-Bürgers, seinen Arbeitsplatz innerhalb der Staatengemeinschaft frei zu wählen.

Die mit Anstand größte Gruppe unter den beschäftigten EU-Ausländern sind die Italiener. 2984 wurden im letzten Jahr in Wolfsburg gezählt. Gerade in Wolfsburg ist die Zahl der Italiener unter den Beschäftigten historisch bedingt groß. Hier gab es die letzten Jahre also kaum Veränderung. Während die Gesamtzahl der EU-Ausländer unter der Beschäftigten in Wolfsburg also stetig zusammen, liegt die Zahl der Italiener seit Jahren konstant im Bereich zwischen 2500 und 3000 Personen. Der Höchststand mit 3008 wurde sogar im Jahr 2016 erreicht.

Mit 934 Beschäftigten nimmt Polen die zweite Position ein. Danach folgen mit jeweils knappen Anstand zueinander Rumänien (274), Griechenland (226), Spanien (225) und Portugal (179). Unter den Nicht-EU-Ausländern stechen nach der Türkei mit 1024 die Balkanstaaten (außer Kroatien) mit 454 und Russland mit 253 Beschäftigten hervor.

Übrigens: Immerhin 84 Beschäftigte in Wolfsburg stammen aus dem Vereinigten Königreich. Die Perspektive für diese Menschen ist durch den nach wie vor in der Schwebe stehenden Brexit weiter ungewiß.

Von Steffen Schmidt

Das „Ausländer-Kinderpflegeheim“ des (späteren) VW-Werkes ist eines der dunkelsten Kapitel der Wolfsburger Stadtgeschichte. Der Münsteraner Geschichtswissenschaftler Marcel Brüntrup hat jetzt ein Buch über dieses Kinderpflegeheim und den umstrittenen VW-Werksarzt Hans Körbel geschrieben.

23.05.2019

In der Volkshochschule Wolfsburg ging es jetzt im Rahmen der Gesundheitsakademie um Aids-Aufklärung. Dabei wurde deutlich: Vor allem eine rechtzeitige Diagnose ist wichtig.

23.05.2019

Das Amtsgericht Wolfsburg verhängte jetzt kurzerhand einen Haftbefehl auf Unterbringungs-Maßregelvollzug in Königslutter für einen bereits mehrfach straffällig gewordenen 27-jährigen Asylbewerber aus Mali.

22.05.2019