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Stadt Wolfsburg 48-Jähriger soll Stieftochter (9) mehrfach sexuell missbraucht haben
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 48-Jähriger soll Stieftochter (9) mehrfach sexuell missbraucht haben
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21:27 22.10.2019
Am Landgericht Braunschweig wurde der Prozess gegen einen 48-Jährigen wieder aufgenommen. Quelle: swi
Wolfsburg

Der 48-Jährige, der seine damals neunjährige Stieftochter mehrfach sexuell missbraucht haben soll, steht erneut vor Gericht. Nachdem der Prozess im Frühjahr wegen Krankheit eines Verfahrensbeteiligten eingestellt werden musste, wird der Fall nun neu aufgerollt. Erstmals äußerte sich der Angeklagte am ersten Verhandlungstag am Dienstag zu den Vorwürfen – und warf seiner Stieftochter vor, zu lügen.

Der Angeklagte soll der Tochter seiner damaligen Ehefrau im Alter ab etwa neun Jahren signalisiert haben, sie könne sich mit sexuellen Handlungen Taschengeld hinzuverdienen. Dafür habe er der Stieftochter Zettel geschrieben und diese vor ihre Kinderzimmertür gelegt. An verschiedenen Tagen habe der Angeklagte das Mädchen dann aufgesucht, sie angefasst und sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen.

Ehefrau erwischte ihn nackt im Kinderzimmer

Bei dem letzten Übergriff im Juni 2011 habe der Angeklagte erneut sexuelle Handlungen an seiner Stieftochter vorgenommen. Als die Ehefrau nach Hause kam, habe sie den Angeklagten im Kinderzimmer des Mädchens im unbekleidetem Zustand angetroffen.

Der 48-Jährige legte am ersten Verhandlungstag kein Geständnis für alle Taten ab, er konzentrierte sich auf den Tag, an dem seine heutige Ex-Frau ihn im Kinderzimmer mit der Stieftochter erwischt hat. „Ich muss mir eingestehen, dass es der schwärzeste Tag meines Lebens ist“, sagte der 48-Jährige. Mit leiser und rauer Stimme betonte der Angeklagte, dass es widersprüchliche Aussagen der Stieftochter gebe, er aber trotzdem auf Aufklärung hoffe. „Die Wahrheit soll ans Licht kommen“, sagte der Angeklagte.

Stiefvater wohl alkoholisiert

An dem betreffenden Abend habe er mit einem Freund Fußball geschaut und dabei mehrere Gläser Alkohol konsumiert. Daher könne er sich auch nicht mehr daran erinnern, wie er in das Schlafzimmer der Stieftochter gekommen war und warum er im Intimbereich unbekleidet war. „Erst als meine Frau mir eine Ohrfeige gegeben hat, bin ich wieder zu mir gekommen“, erklärte der Ex-Wolfsburger. Auf Nachfrage der Richterin gab der Angeklagte zu, ein Alkoholproblem gehabt zu haben. Er habe mehrmals in der Woche abends getrunken.

Die anderen Anklagepunkte des sexuellen Missbrauchs seien aus der Sicht des Angeklagten „erstunken und erlogen“. Der 48-Jährige erklärte, dass die Stieftochter häufig Geld aus dem Portemonnaie der Erwachsenen geklaut habe. Deshalb habe er einen „Geldbatzen auf den Tisch gelegt“ und einen Zettel mit der Aufforderung, dass sich die Stieftochter das Geld mit Hausarbeiten verdienen soll.

Stieftochter sagt nicht aus

Das Opfer sagte beim Prozessauftakt nicht auf, daher wurde das Vernehmungsvideo vom 10. August 2016 angeschaut. Damals wurde das Opfer, das inzwischen 20 Jahre alt ist, von einem Psychologen zu den Taten gezielt befragt. Das Mädchen wiederholte immer wieder, dass ihr damaliger Stiefvater sie mehrmals aufgesucht hat, um sexuelle Handlungen mit ihr Durchzuführen. Dabei habe der Angeklagte das Mädchen „am Hals und im Intimbereich angefasst und gestreichelt.“

Nach dem Anschauen des Videomaterials fragte die Richterin den Angeklagten, was ihm durch den Kopf gehe. Damals schwieg der 48-jährige Brandenburger. Diesmal antwortete er: „Es ist ganz schön hart, die Anschuldigungen zu hören“. Der Prozess wird am kommenden Donnerstag, 24. Oktober, fortgesetzt. Dann werden die Zeugen befragt.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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