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Stadt Wolfsburg So stellt sich die IG Metall Wolfsburg gegen Fremdenfeindlichkeit
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So stellt sich die IG Metall Wolfsburg gegen Fremdenfeindlichkeit
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19:38 23.10.2019
Kati Zenk, Matthias Diesterheft und Ricarda Bier laden zur 15. Antifa-Woche der IG Metall Wolfsburg ein. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Zum 15. Mal findet die Antifa-Woche der IG Metall Wolfsburg statt. Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Halle und dem bevorstehenden AfD-Bundesparteitag in Braunschweig werden die Themen Demokratie und Fremdenfeindlichkeit besonders diskutiert. Vom 9. bis zum 15. November finden neben Kranzniederlegungen auch Lesungen und Konzerte für jede Altersklasse in Wolfsburg statt.

Die AntiFa-Woche der IG Metall Wolfsburg hat schon Tradition, bereits zum 15. Mal findet sie statt. Die Veranstaltung setzt sich immer mit dem Thema Faschismus auseinander, die Vergangenheit wird genauso beleuchtet wie die Gegenwart und die Zukunft. Das ist den Organisatoren in den heutigen Zeiten besonders wichtig. „Antisemitisches Gedankengut ist leider in einigen Köpfen immer noch vorhanden. Daher wollen wir die Menschen sensibilisieren und mit spannenden Aktionen auf die kulturellen Aspekte eingehen“, sagte Ricarda Bier, Zweite Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Wolfsburg.

Besucher sollen sich beteiligen

Während der Antifa-Woche vom 9. bis zum 15. November finden Kranzniederlegungen, Konzerte und Lesungen in Wolfsburg statt. Die Veranstaltung beginnt am 9. November um 10 Uhr mit der Kranzniederlegung am Sara-Frenkel-Platz. Anschließend wird die Antifa-Woche offiziell im Gewerkschaftshaus von Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, Oberbürgermeister Klaus Mohrs und VW-Vertrauenskörperleiter Wolfgang Kuznik eröffnet. Zudem ist die Zeitzeugin Sara Frenkel eingeladen, die sich laut den Organisatoren schon sehr auf die Veranstaltung freut.

Seit einigen Jahren soll die Eröffnung aktiver gestaltet werden, sodass auch Jugendliche und Kinder angesprochen werden. Einige Jugendliche haben sich in der Internationalen Begegnungsstätte Ausschwitz mit der aktuellen Politik in Europa befasst. Entstanden ist die Ausstellung „An der Grenze zweier Welten“, die während der Eröffnungsfeier präsentiert wird. „Es wird eine musikalische Begleitung geben und die Besucher werden auch aufgefordert sich zu beteiligen“, betonte Joachim Fährmann, Gewerkschaftssekretär und Organisator der Antifa-Woche.

Heimliches Hauptthema Demokratie

Im letzten Jahr stand die Woche unter dem Thema Populismus. Dieses Mal wollte die IG Metall Wolfsburg kein festes Thema vorgeben, sondern auf die aktuellen Ereignisse wie dem Terroranschlag in Halle und dem bevorstehenden AfD-Bundesparteitag, der Ende November in Braunschweig stattfindet, eingehen. „Wir zeigen eine klare Haltung, daher werden die Themen Demokratie und Fremdenfeindlichkeit bei allen Veranstaltungen und Diskussionen eine Rolle spielen“, betonte Geschäftsführer Matthias Diesterheft.

Ein Highlight der Antifa-Woche ist eine Lesung für Schulklassen und Erwachsene. Am Montag, 11. November wird an das Leben der Widerstandskämpferinnen Sophie Scholl und Cato Bontjes van Beek erinnert. „Während Sophie Scholl zum Gesicht des deutschen Widerstandes geworden ist, wird die kommunistische Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek häufig vergessen“, erklärte Fährmann. Das komplette Programm der Antifa-Woche ist auf der Webseite der IG Metall Wolfsburg zu finden.

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Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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