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Stadt Wolfsburg Wildunfälle in Wolfsburg: Schonzeit soll verkürzt werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wildunfälle in Wolfsburg: Schonzeit soll verkürzt werden
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00:20 30.03.2019
Besonders gefährdet: In bis zu 80 Prozent der Wildunfälle sind Rehe involviert. Quelle: picture alliance
Wolfsburg

Sollen Rehe in Wolfsburg schon ab April statt ab Mai geschossen werden dürfen? Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag über eine mögliche Verkürzung der Schonzeit.

Dahinter steckt der wachsende Anteil an Wildunfällen auf Wolfsburger Straßen. Bei bis zu 80 Prozent davon handelt es sich um angefahrene Rehe – zuletzt zogen die Jagdpächter am Dienstagmorgen zwischen Vorsfelde und Wolfsburg ein totgefahrenes Reh von der B188 gezogen.

Enges Straßennetz, viele Pendler

Allein im Hegekreis Vorsfelde kamen im vergangenen Jahr 40 Rehe bei Unfällen ums Leben. „Wir haben hier ein sehr enges Straßennetz und 78.000 Einpendler, von denen ein Großteil mit dem Auto fährt“, erklärt der stellvertretende Hegeringleiter und Jagdpächter Michael Dinter.

Um den Bestand zu kontrollieren, legt der Hegering regelmäßig Abschusspläne fest, die besagen, wie viele Rehe innerhalb der nächsten drei Jahre geschossen werden dürfen. Ungefähr 30 Prozent davon müssen letztendlich aber gar nicht erschossen werden, da die Tiere schon vorher bei Straßenunfällen ums Leben kommen.

Die Anzahl der zu schießenden Rehe bliebe gleich

Hegering und Jägerschaft wollen daher die Schonzeit verkürzt wissen, um Unfällen vorzubeugen. Besonders im Umfeld von riskanten Stellen wie den Feldern an der B188 sei das sinnvoll, so Dinter. Im April stünden die Felder noch so niedrig, dass man die Tiere dort besser beobachten, identifizieren und beurteilen könne. Wichtig ist: Auch wenn die Schonzeit verkürzt wird, werden nicht mehr Rehe geschossen als vorher – die Jagd wird nur früher eröffnet.

Tipps für den Umgang mit Wildunfällen

Wer selbst ein Reh anfährt, sollte sich bei der Polizei melden, die dann wiederum den zuständigen Jägern Bescheid gibt. Wer selbst keinen Unfall gebaut hat, aber ein verletztes Reh sieht, sollte den zuständigen Kreisjägermeister kontaktieren, der zum Beispiel auf der Homepage der Landesjägerschaft Niedersachsen zu finden ist. In jedem Fall muss aus Tierschutzgründen ein Jäger benachrichtigt werden. Außerdem können Jagdpächter und Polizei eine Wildunfallsbescheinigung für die Versicherung ausstellen.

Von Frederike Müller

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