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Stadt Wolfsburg Wie „Der dritte Mann“ das Publikum im Hallenbad begeistert
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wie „Der dritte Mann“ das Publikum im Hallenbad begeistert
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06:03 29.04.2019
Der dritte Mann: Die szenische Lesung mit Roland Kalweit und Danny Richter bei der Crimetime im Hallenbad kam beim Publikum bestens an. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Bei dem Namen „Der dritte Mann“ klingelt es bei manchen – auch in der jüngeren Generation. Dass es sich dabei um die bekannte Zither-Melodie von Anton Karas handelt, wissen schon weniger. Und dass es einen gleichnamigen Roman und eine Verfilmung gibt, ist wohl den meisten jüngeren Menschen weitgehend unbekannt. Da der dritte Mann in diesem Jahr 70 wird, ist das auch nicht weiter verwunderlich – aber doch schade.

„Der dritte Mann“ begeistert im Hallenbad

In ihrer szenischen Lesung im Kulturzentrum Hallenbad haben Danny Richter und Roland Kalweit die Geschichte wieder lebendig werden lassen und gezeigt, dass der packende Thriller auch heute noch begeistert.

Die anfängliche Zurückhaltung, welche die Lesung beinahe langatmig machte, war glücklicherweise schnell überwunden. Mit den ersten provozierten Lachern durch außertextliche Einwürfe der Schauspieler, fanden die beiden in ihre Rollen. Dank gelungener Einbeziehung des Publikums flog die Geschichte bald kurzweilig an einem vorbei. Neben der meisterlich aufgebauten Spannung der Geschichte schwelte für die Zuschauer ständig die Angst mit, von den beiden Herren mit auf die Bühne genommen zu werden und mitspielen zu müssen.

Das Publikum muss mitmachen

Getroffen hat das gleich anfangs eine junge Dame, die bis zum Ende immer wieder als „Anna Schmidt“ mitspielen und mitlesen durfte – oder viel mehr musste. Dank ihres österreichischen Akzents passte sie aber perfekt in das Wien von 1949. Ob als lebender Telefonhörer oder als Papagei im Käfig, mehrere Gäste gestalteten aktiv die Geschichte mit, was zu einer starken Identifikation mit den erzählten Ereignissen führte.

Diese Nähe zur Geschichte wurde besonders von Roland Kalweit hervorgerufen. Er verkörperte viele unterschiedliche Charaktere und übernahm noch dazu souverän die Rolle des Erzählers. Mit einfachsten Mitteln und beinahe ohne Requisiten erschuf er gemeinsam mit Danny Richter die Welt, in der Holly Martins den Tod seines besten Freundes aufklären will.

Von Mona Ickert

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