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Stadt Wolfsburg Weltflüchtlingstag in Wolfsburg: Pizza, Musik und Gespräche
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Weltflüchtlingstag in Wolfsburg: Pizza, Musik und Gespräche
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17:57 21.06.2018
Aktionen zum Weltflüchtlingstag: Am Stand der Diakonie wurden kleine Geldbeutel aus Tetrapacks gebastelt. Quelle: Diakonie
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Wolfsburg

Die Vereinten Nationen haben den Aktionstag 2001 eingerichtet, Wolfsburg begeht ihn seit 2015. Die Idee ist aber älter: Schon 1914 rief Papst Benedikt XV. einen Gedenktag für Flüchtlinge aus. Über 65 Millionen Menschen seien weltweit auf der Flucht, erklärten die Organisatoren.

Auch Fatuun Mahamed Yuusuf kam als Flüchtling aus Somalia nach Deutschland, nachdem Maskierte ihre Eltern und ihren Ehemann erschossen hatten. Den achtjährigen Sohn musste sie bei Freunden in Kenia unterbringen und hofft nun, ihn eines Tages nachholen zu können.

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Die 28-Jährige spricht schon etwas Deutsch, hat Freunde gefunden und ist dankbar für den Aktionstag: „Ich bin wirklich glücklich – die Veranstaltung ist gut, um Menschen kennenzulernen. Man kann ja nicht einfach jemanden auf der Straße fragen, ob man Freunde sein will.“

Nicht allen Flüchtlingen fällt das Vernetzen so leicht wie der Somalierin. Eva Grote-Girmendonk von der evangelischen Familienbildungsstätte (FaBi) weiß: „Die Frauen haben oft noch die schwierigere Stellung.“ Deshalb richten sich viele Kursangebote der FaBi an Frauen.

Generell schrumpfe die Lobby für Geflüchtete derzeit, hat Grote-Girmendonk beobachtet, auch die Veranstaltung zum Aktionstag sei schon etwas kleiner als letztes Jahr. „Dabei fängt die eigentliche Integrationsarbeit erst jetzt an, da die Grundbedürfnisse abgedeckt sind.“

Von Frederike Müller

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