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Stadt Wolfsburg Weihnachten mit Erich Kästner: Walter Sittler brilliert auf der Bühne
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Weihnachten mit Erich Kästner: Walter Sittler brilliert auf der Bühne
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19:12 11.12.2019
Im Scharoun-Theater: Walter Sittler verkörperte Erich Kästner genial authentisch. Quelle: Heinz-Werner Kemmling
Wolfsburg

Das Weihnachtsfest hat für Erich Kästner seit seinen Kindertagen stets eine besondere Bedeutung gehabt. Am Dienstag konnten die Besucher im ausverkauften Wolfsburger Scharoun-Theater Kästner – pardon – Walter Sittler erleben, der den Dichter und Schriftsteller derart authentisch verkörperte, dass man sich immer wieder sich klarmachen musste: auf der Bühne spricht nicht der große Autor selbst.

Gekleidet wie das Original

Das beginnt mit der Kleidung. Wie Kästner trägt er ein braun-kariertes Jackett und eine einfarbig braune Knickerbocker Hose mit karierten Socken. Auch die Ich-Form der Erzählweise lässt eine Distanz zur verkörperten Person überwinden.

Das Programm „Weihnachten mit Erich Kästner“ ist der dritte Teil der abendfüllenden Reihe mit autobiografischen Erinnerungen Kästners aus der Zeit vor dem ersten bis in die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, die Martin Mühleis für Walter Sittler ausgewählt und bearbeitet hat.

Zwei Stunden grandioser Monolog

Sittler hat einmal gesagt, dass er „nie allein“ auf der Bühne stehen möchte. Einerseits kommt die Musikgruppe „Die Sextanten“ dem Wunsch nach, andererseits bleibt ihm dennoch für zwei Stunden die Solorolle mit grandios inszenierten Monologen.

Die meisterhafte Komposition der Musik mit Weihnachtsliedern von Libor Sima, die ausgewählten Texte und Sittlers geniale Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten bringen dem mitgehenden Publikum einen großen Autor des letzten Jahrhunderts nahe, der vom Kinderbuch bis zur Erwachsenenliteratur bedeutsam ist.

Seine kritischen Betrachtungen der Zeit und seine scharfe Beobachtungsgabe, die er in unzähligen Textdokumenten niedergeschrieben hat, sind zeitlose Zeugnisse selbst erfahrener schwieriger Lebensumstände.

Hintersinniger Humor

Dennoch hat er sich nie unterkriegen lassen. Seine lebensbejahende Grundeinstellung kommt vor allem auch in seinen Erinnerungen an Weihnachten zum Ausdruck. Der hintersinnige Humor oder die Beschreibung bedrückender Lebenssituationen gleiten nie ab in Selbstmitleid oder gar sentimentalen Kitsch.

Tosender Beifall am Ende, so, als warte jeder gespannt auf einen vierten Teil...

Von Heinz-Werner Kemmling

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