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Stadt Wolfsburg „Critical Mass“: Was sich Wolfsburgs Radfahrer fürs 2020 wünschen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Critical Mass“: Was sich Wolfsburgs Radfahrer fürs 2020 wünschen
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07:58 05.01.2020
Gute Stimmung trotz Schlechtwetter: Die Teilnehmer der Critical Mass in Wolfsburg. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Für ein großes Klingelkonzert hat es dieses Mal nicht gereicht. Aber immerhin elf Fahrradfahrer trafen sich am Freitagabend bei Regen und Wind zur „Critical Mass“ vor dem Wolfsburger Hauptbahnhof. Mit Trekkingrädern, einem Cruiser und sogar einer Rikscha.

Die Wolfsburger Fahrradaktivisten treffen sich stets am ersten Freitag im Monat. Zu den ersten Aktionen im August und September kamen mehr als 100 Teilnehmer, bei den letzten Terminen gab es weitaus weniger Zulauf. Die kritische Masse, das sind 15 Radfahrer. Ab dieser Zahl dürfen sie einen geschlossenen Verband bilden.

Täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit

Dass es dafür auch an diesem Freitag nicht reichte, focht Hans-Joachim Granzow nicht an. „In Braunschweig hat es ein Jahr gedauert, bis sich die Aktion institutionalisiert hat“, sagte er. Die Fahrradaktivisten fordern mehr Rücksichtnahme, besseres Radwege und wollen jene zum Umsteigen bewegen, deren Drahtesel seit längerer Zeit im Keller verstaubt.

Dass das Fahrrad als tägliches Arbeitstier taugt, beweist Frank Breuer aus Dannenbüttel. Seit 20 Jahren radelt der 53-Jährige täglich zur Arbeit nach Wolfsburg und zurück. Sein Appell an die Verkehrsplaner: „Radwege dort bauen, wo sie auch gebraucht werden.“

Grenzüberschreitungen am Fahrradstreifen

Granzow wünscht sich, dass die Radfahrer die Fahrradstreifen in der Wolfsburger Innenstadt mehr nutzen. Der Wolfsburger kann aber auch die verstehen, die sich auf der Straße unwohl fühlen. Autofahrer führen zu nah an der weißen Linie. „Es wird weniger Abstand als früher gehalten.“ Auch Oliver Sander wünschte sich mehr Umsicht. Der 47-Jährige wurde vor einem Jahr von einem Auto erfasst. „Ich hatte eine gelbe Jacke an, das Fahrrad war knallgrün – trotzdem wurde ich übersehen“, sagte Sander.

Nächster Termin am 7. Februar

Es gibt auch Fahrradfans im Zwiespalt. „Ich zahle selbst für drei Autos in der Familie“, sagt Jürgen König. Es gehe eben nicht immer ohne. Student Felix Granzow erledigt dagegen alle Wege mit dem Bike. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, mir mal ein Auto anzuschaffen. Vor allem wegen des Klimaschutzes“, sagte der 28-Jährige.

Gemeinsam radelte die kleine Gruppe dann in den Regen. Die Fahrradaktivisten wollen im Frühling verstärkt für die Critical Mass werben – zum Beispiel auf Facebook. Sie hoffen auf mehr Resonanz bei warmen Wetter. Wer beim nächsten Treffen dabei sein möchte: Die Radler treffen sich am Freitag, 7. Februar, um 19 Uhr auf dem Platz vor dem Bahnhofsgebäude.

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Von Christian Opel

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