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Stadt Wolfsburg Warum Landwirte ihre Trecker am Straßenrand abstellen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Warum Landwirte ihre Trecker am Straßenrand abstellen
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20:09 02.12.2019
Sie geben nicht auf: Wolfsburger Landwirte möchten mit Protesten erneut auf ihre Situation aufmerksam machen. Quelle: Foto: Roland Hermstein
Wolfsburg

Nach zahlreichen Demonstrationen der Landwirte gegen das Agrar-Paket der Bundesregierung machen die auch die Wolfsburger Landwirte ihrem Ärger nun mit einem stillen Protest Luft. In und um Wolfsburg stellten sie am Montagmorgen ab 7 Uhr ihre Trecker sichtbar am Straßenrand ab. Sie wollen auf den dreistündigen Agrargipfel im Bundeskanzleramt aufmerksam machen. Die Bundeskanzlerin hatte dazu 40 Verbände zum Dialog eingeladen.

Trecker stehen zum stillen Protest an an fünf Orten

Michael Germer aus Hehlingen hat gemeinsam mit anderen Landwirten seinen Trecker zum stillen Protest abgestellt. „Wir lassen nicht locker“, sagt er. Bei der Aktion standen an fünf Standorten jeweils bis zu zehn Trecker. Das berichtet Germer, er hatte den Stillen Protest mitorganisiert. Die Traktoren standen an der Autobahnfläche A2, am Wirtschaftsweg an A 39, an der Brachfläche an der Dieselstraße vor Wolfsburg, am Parkplatz vor dem Allerpark sowie auf einem Acker an der L 290 bei Hehlingen.

Auch an der B 188 standen Traktoren. Quelle: Roland Hermstein

Landwirt: Kanzlerin will die Landwirte beschwichtigen

In Berlin hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts der anhaltenden Proteste den deutschen Bauern zugesichert, sie bei weiteren Natur- und Klimaschutzvorgaben einzubeziehen. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur (dpa). Es müssten in vielen Bereichen neue Antworten gefunden werden, sagte sie auf dem Agrargipfel. „Aber das wollen wir mit Ihnen machen, und das wollen wir nicht gegen Sie machen“, so die Kanzlerin laut dpa in Berlin. Landwirt Michael Germer verfolgt die Gespräche in der Hauptstadt. Er ist von den Worten der Kanzlerin nicht überzeugt: „Das sind Beschwichtigungsversuche, die Masse soll ruhig gehalten werden“, sagt er.

Germer begrüßt jedoch das Vorhaben der Kanzlerin, dass sie in einem kleineren Kreis mit Vertretern der Landwirtschaft noch einmal sprechen wolle. „Bei den 40 geladenen Vertretern am Montag kam jeder Vertreter nur drei Minuten zu Wort, was soll dabei herauskommen?“, fragt der Hehlinger.

Merkel: Landwirte sind nicht alleinige Verursacher

Die Presseagentur berichtet weiter: „Es gibt ein dramatisches Problem bei der Artenvielfalt“, wird die Kanzlerin zitiert. Dabei seien Landwirte „nicht die einzigen Verursacher“, aber Teil des Gesamtsystems. Dem entgegnet der Landwirt: „Die Statistiken müssen genauer betrachtet werden. Für das Bienensterben sind nicht die Landwirte verantwortlich. Wenn sich Bienenvölker mit einem Virus identifizieren, ist das dramatisch, aber nicht unsere Schuld. Das taucht in der Statistik aber nicht auf.“

Landwirte kündigen weitere Protest-Aktionen an

Die Trecker wurden mit Anbruch der Dämmerung am Montag wieder abgeholt. „Einzelne Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Hehlingen haben uns unterstützt und die Traktoren zu den Höfen gefahren“, berichtet Germer. Schon in der kommenden Woche sind weitere Protest-Aktionen geplant.

Von Nina Schacht

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