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Stadt Wolfsburg Wann geht unser Trinkwasser aus?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wann geht unser Trinkwasser aus?
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06:04 01.08.2019
Immer mehr Trinkwasser fördern: Die Speicher in der Region geben das her, weil die Versorger den so genannten zweiten Grundwasserstock anzapfen, der von kurzzeitigen Trockenheiten nicht betroffen ist. Quelle: Michael Lieb Archiv
Gifhorn/Peine/Wolfsburg

In einigen Regionen Deutschlands schlagen Wasserversorger wie schon 2018 Alarm, weil die Reserven zur Neige gehen. Der Raum Gifhorn/Peine/Wolfsburg ist davon weit weg. Die Versorger fördern zu einem großen Teil aus dem so genannten zweiten Grundwasserstock. Der ist tief genug, dass ein oder zwei trockene Sommer die Speicher kaum beeinflussen können, sagen die Experten.

Technische Defekte oder ein niedrigerer Druck zu Spitzenzeiten am Abend kann der Wasserverband Gifhorn nicht ausschließen. Aber grundsätzlich sieht Geschäftsführer Andreas Schmidt die Versorgung zu 100 Prozent gewährleistet. „Der Wasserverband Gifhorn fördert den größten Teil seines Trinkwassers aus eigenen Brunnen. Sie sind zwischen 50 und 125 Meter tief.“ Die aktuellen Stände lägen auf dem 2018-er Niveau, im nassen 2017 gab es freilich etwas mehr Grundwasser.

Auch Michael Wittemann, Technischer Leiter des Wasserverbandes Peine, sieht die Vorteile des zweiten Grundwasserstocks, der den Norden seines Beritts versorgt. „Somit merken wir die Auswirkungen der Trockenheit des letzten Sommers und aktueller Entwicklungen 2019 noch nicht in diesem Grundwasserleiter. Wichtig für die Grundwasserneubildung sind entsprechende Niederschläge im späten Herbst und Winter, wenn die Vegetation das Wasser nicht mehr benötigt und es sich auf den Weg durch den Boden begibt.“ Wie sich hier das trockene Winterhalbjahr 2018/2019 auswirkt, sei mittel- und langfristig zu beobachten.

Weiter südlich bezieht der Wasserverband Peine Trinkwasser aus dem Harz. „Mit den Kollegen der Harzwasserwerke gibt es entsprechende Abstimmungen zur Lage der Versorgung“, sagt Wittemann. „Das hat sich auch 2018 bewährt.“ Er geht nicht davon aus, dass es zu einer Wasserknappheit kommt.

Auch das Wasserwerk Gifhorn pumpt aus dem zweiten Grundwasserstock in 40 bis 50 Metern Tiefe. „Das Trockenjahr 2018 hatte keine außergewöhnlichen Auswirkungen auf den Förderhorizont; die Grundwasserkörper in der Region gelten als sehr ergiebig“, sagt Sven-Erik Timm. Die Entwicklung der nächsten Jahre mit Blick auf den Klimawandel mit mehr Trockenheit und Hitze würden alle Wasserförderer genau beobachten, um rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

Von Dirk Reitmeister

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