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Stadt Wolfsburg Vorläufiges Aufatmen: Familie Marinkovic hofft weiter
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Vorläufiges Aufatmen: Familie Marinkovic hofft weiter
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12:00 12.04.2019
Müssen doch erst einmal nicht packen: David (10), Marija (7) und Marko (3) Marinkovic hoffen weiter auf ein Happy End. Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

Eigentlich hätten sie Deutschland bis zum 15. April verlassen müssen, nun wurden ihre Ausweise doch erst einmal bis zum 9. Mai verlängert: Die serbische Familie Marinkovic, die abgeschoben werden sollte, atmet erst einmal auf. Zuvor hatte es geheißen, die Familie müsse bis zum 15. April das Land verlassen. Ein endgültiges Bleiberecht ist jedoch noch nicht gesichert.

Dijana Marinkovic macht freiwilligen Deutsch-Test

„Wir warten weiter auf die Entscheidung der Härtefallkommission“, berichtet die Mutter, Dijana Marinkovic. In der Zwischenzeit war sie jedoch nicht untätig: Auf Rat der Flüchtlingshilfe Wolfsburg absolvierte sie einen Sprachtest. Darin erreichte sie Sprachniveau A2. Auf der Skala der Sprachniveaus bedeutet das: „kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht“. Eine beachtliche Leistung für jemanden, der nie einen Sprachkurs besucht hat.

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Noch fehlen 165 Unterschriften

Die Petition „Bleiberecht für Familie Marinkovic in Deutschland!“ auf openpetition.de, die die Judotrainerin ihrer Tochter ins Leben gerufen hat, fehlen derweil nur noch gut zehn Prozent. Mit der Unterstützung von 1500 digitalen Unterschriften hofft Lisa Lachetta so, ein dauerhaftes Bleiberecht für die gut integrierte Familie zu erwirken. Erreicht hat die Petition Stand Freitagvormittag 1394 Unterschriften – noch fehlen also nur noch rund 100 Unterschriften.

Familie Marinkovic: So kämpfen Freunde und Unterstützer gegen die Abschiebung

März 2019: Die vorbildlich integrierte Familie Marinkovic soll abgeschoben werden.

Nur wenige Tage später: Die Sporttrainerin der kleinen Marija ruft eine Petition ins Leben, um ein dauerhaftes Bleiberecht für die Familie zu erwirken.

Drei Tage nach Start: Die Petition knackt die 50-Prozent-Marke, über 750 Menschen haben unterschrieben.

Von Frederike Müller