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Stadt Wolfsburg Keine Frist gesetzt: Vorbereitungen für Lager-Gedenkort
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Keine Frist gesetzt: Vorbereitungen für Lager-Gedenkort
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23:59 05.02.2018
Am späteren Gedenkort: (v.l.) Daniel Pollok, Anita Placenti-Grau, Dennis Weilmann, Dr. Alexander Kraus und Stefan Krieger.  Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Laagberg

 Den aktuellen Stand zum Umgang mit den KZ-Mauerresten auf dem Laagberg erläuterten Stadtverwaltung und Institut für Stadtgeschichte am Montag vor Ort. Einen genauen Zeitplan für den Bau eines Gedenkortes legten sie allerdings nicht vor. Das bestmögliche Ergebnis sei das Ziel, betonte Kulturdezernent Dennis Weilmann – dafür habe man sich „keine Frist gesetzt“.

Baustelle: Seit Oktober laufen die Bauarbeiten der Neuland für ein Zentrum mit Wohnungen, Dienstleistern und einem Einkaufsmarkt am Schlesierweg. Früher war hier das Arbeitslager. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Laut Daniel Pollok (Denkmalschutz) tut den Fundamentresten eine Auszeit sogar gut: Ein Drittel der bröckelnden Steine wurde durch Vlies und Feinsand im Boden am Original-Lager-Ort geschützt und mit einer 60 Zentimeter dicken Erdschicht bedeckt. „Frostsicher“, erläutert Pollok. Durch die Bauarbeiten für das Neuland-Projekt „Wohnen und Handel“ am Schlesierweg seien diese Überreste nicht gefährdet: Wo sie liegen, wird nicht gebaggert. Und die Deklarierung als Kulturdenkmal sei beim Land Niedersachsen in Vorbereitung.

Ob man sie später in Form eines Bodenfensters oder anders sichtbar machen kann, sei noch offen. Eine Art der Sichtbarmachung gibt es schon auf der Feuerwehr-Zufahrt für den benachbarten Wohnblock: rote Pflastersteine zeigen, wo im Boden die Fundamente verlaufen.

Feuerwehrzufahrt: Rote Pflastersteine verdeutlichen, wo im Boden die Fundamente des ehemaligen KZ-Außenlagers verborgen sind. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Zwei Drittel der Steine trocknen unter einer Plane am ehemaligen Wachturm-Standort des Lagers zwischen Tankstelle und Supermarkt. Hier soll später der Gedenkort entstehen. Anita Placenti-Grau und Dr. Alexander Kraus erzählten von der Vorbereitung: Workshops, Diskussionen und Ausflüge zu anderen Gedenkstätten mit Politik, Verwaltung, Auszubildenden und Schülern. Ein „Lernort“ solle hier später in erster Linie sein, ansprechend für die nächste Generation, so Kraus. Dritter Erinnerungs-Bestandteil bleibt schließlich die Stele, die auf Initiative von Opfern im Jahr 1986 am Schlesierweg installiert wurde.

Der erste Gedenkort: Auf etwa halber Strecke zwischen dem im Bau befindlichen Einkaufszentrum und der geplanten Gedenkstätte steht seit 1986 eine Stele. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Von Andrea Müller-Kudelka

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