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Stadt Wolfsburg Vor Sachsen-Wahl: VW-Betriebsrat sorgt sich um Image
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Vor Sachsen-Wahl: VW-Betriebsrat sorgt sich um Image
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12:47 19.08.2019
Sorgt sich ums Image: VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen hat VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh vor einem möglichen Imageverlust der Region gewarnt. „Ich mache mir Sorgen, wie wir Deutschen künftig in der Welt gesehen werden“, sagte Bernd Osterloh, Chef des VW-Konzernbetriebsrats in einem Interview.

Schon jetzt gibt es Vorbehalte

Schon jetzt hätten Fachkräfte aus dem Ausland Vorbehalte, in Sachsen zu arbeiten, sagte Jens Rothe, Betriebsratschef von VW Sachsen dem Bericht zufolge mit Blick auf den Umbau des VW-Werks in Zwickau zum Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge. „Einige sind nicht gekommen, weil sie Angst davor hatten, dass ihre Familien hier nicht friedlich leben können.“ Teils seien Mitarbeiter aufgrund von Bedenken auch ohne ihre Familien nach Sachsen gekommen - dies sei bei VW sonst unüblich, erklärte Rothe.

1,2 Milliarden Euro werden in Sachsen investiert

Das VW-Werk in Zwickau wird seit 2018 komplett auf die Herstellung von Elektroautos umgestellt. Von 2021 an sollen in Zwickau pro Jahr bis zu 330 000 E-Autos der Marken VW, Audi und Seat produziert werden. Die Gesamtinvestition am sächsischen Standort beziffert der Konzern auf rund 1,2 Milliarden Euro.

In Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Aktuellen Umfragen zufolge könnte die AfD stärkste Kraft werden.

Neben Osterloh, der sich in einem Interview mit der „Freien Presse“ zur Wahl in Sachsen äußerte, sorgt sich auch VW-Vorständin Hiltrud Werner um das Image. „Das Erstarken der AfD ist auch für Unternehmen besorgniserregend, denn unsere Belegschaften sind ein Spiegelbild der Gesellschaft“, sagte die gebürtige Thüringerin Anfang des Monats.

VW politisch neutral, aber nicht gleichgültig

Sie erkenne in der Politik der AfD für die Gesellschaft auch kein Zukunftsbild. „Eher das Bild der Vergangenheit, in die ich nicht zurückkehren möchte, in die wir niemals zurückkehren dürfen. Wir sind uns im Vorstand darüber einig, dass der Volkswagen-Konzern politisch neutral, aber nicht gleichgültig ist.“

Sachsen etwa habe als Automobilland einen großen Standortvorteil. Mit Zwickau, Chemnitz, Dresden und Leipzig habe man dort vier moderne Standorte. „Nicht nur aus Unternehmersicht sage ich: Wir brauchen internationale Fachkräfte und die müssen sich überall wohlfühlen können.“

Mehr zuhören und verstehen

Auf die Frage, wie sie sich den Aufstieg der AfD erkläre, sagte die VW-Vorständin, dass die Politik mehr zuhören und verstehen müsse, was in der Nachwendezeit schiefgegangen sei und worauf die Menschen stolz gewesen seien. Der Wirtschaftsstandort Ostdeutschland müsse zu einem attraktiven Standort werden. Gute Arbeitsbedingungen seien dabei ein wichtiger Faktor. „Wir sind beispielsweise das einzige Land mit regional unterschiedlichen Mindestlöhnen – beschämend“, so Werner.

Von Oliver Beckhoff

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