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Stadt Wolfsburg Vier tote Schafe in Velstove: War es ein Wolf?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Vier tote Schafe in Velstove: War es ein Wolf?
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00:19 20.02.2019
Erste Wolfsattacke in Wolfsburg? Wolfsberater Ralf Hentschel untersucht das getötete Schaf. Quelle: Britta Schulze
Velstove

Wolfsberater Ralf Hentschel hat DNA-Proben genommen, möchte die Ergebnisse abwarten: „Aber dem ersten Eindruck nach war es ein Wolf.“

Auf der Wiese fand man Schleifspuren

Die Schafe gehörten Klaus Schindler (75). Er hielt die zwölf Tiere auf einer Wiese am Wipperteich bei Velstove. Als er am Samstagmorgen zu den Tieren fuhr, um sie zu füttern, sah er schon von Weitem ein Schaf am Boden liegen: „Als ich näher kam, sah ich die Bisspuren.“ Und er entdeckte drei weitere Tiere – alle weit voneinander liegend. Im Gras waren Schleifspuren zu erkennen. Alle Tiere wurden mit einem Biss in die Kehle getötet, an einem weiteren Tier fanden sich auch Bissspuren am übrigen Körper.

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Was tun, wenn der Wolf kommt? Zu Besuch beim Wolfsberater

„Natürlich bin ich traurig. Ich halte als Hobby seit 20 Jahren Schafe, sie liegen mir am Herzen. Sollte das ein Wolf gewesen sein, der hier in Velstove wildert, muss was passieren. Das ist doch sonst unverantwortlich.“

„Wölfe haben vom Menschen nichts zu befürchten“

Ein totes Schaf auf der Wiese. Die Tiere gehörten Klaus Schindler. Quelle: Britta Schulze

Der Wolfsburger Wolfsberater Ralf Hentschel untersuchte die toten Schafe, entnahm aus den Wunden der Tiere DNA-Proben und schickt diese ins Niedersächsische Wolfsbüro. Mit den Ergebnissen ist in sechs bis acht Wochen zu rechnen. „Es sieht nach einem Wolfriss aus“, so Hentschel. Damit wäre dies der erste Fall von Wolfsattacken auf Nutztiere in Wolfsburg. Von Hysterie oder Panik rät der Wolfsberater ab. Anraten tut er allen Besitzern von Nutztieren aber, sich entsprechende Herdenschutzzäune und Netze anzuschaffen. „Das hält in vielen Fällen Wölfe ab.“

Wölfe in Niedersachsen

Laut des Wildtiermanagements Niedersachsen (www.wolfsmonitoring.com) wurden Niedersachsen zu Beginn des Jahres 2019 insgesamt 24 Wolfsterritorien offiziell nachgewiesen: 22 Wolfsrudel, 1 Wolfspaar und 1 residenter Einzelwolf. Zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres waren es 14 Wolfsrudel, 2 Wolfspaare und 3 residente Einzelwölfe. Auch die Zahl der eingegangenen Hin- und Nachweise hat sich weiter erhöht: Gingen im Kalenderjahr 2017 insgesamt 2939 Meldungen ein, waren es in 2018 3036. In beiden Jahren lieferten die niedersächsischen Jägerinnen und Jäger fast die Hälfte aller Meldungen insgesamt.

Nach Abschluss des letzten Monitoringjahrs (1. Mai 2017 bis 30. April 2018) sind in Deutschland 73 Wolfsrudel, 30 Wolfspaare und 3 residente Einzelwölfe bekannt, welche nach den nationalen Monitoringstandards erfasst wurden.

Ursprünglich zählte der Wolf weltweit zu den am weitesten verbreiteten Säugetieren und kam auch in ganz Europa flächendeckend vor. Aufgrund starker Konflikte zwischen Mensch und Wolf wurden die Populationen jedoch stark dezimiert. Deutschland war um 1850 weitestgehend wolfsfrei. Einzelne, in den folgenden Jahren einwandernde Tiere wurden erlegt. Seit 1980 gilt der Wolf in Deutschland als streng geschützte Art und mit der Wiedervereinigung 1990 gilt dieser Status auch in Ostdeutschland. So konnte sich 1998 das erste Wolfspaar wieder in Sachsen, im Bereich der Muskauer Heide ansiedeln. Im Jahr 2000 wurden dort die ersten Welpen nachgewiesen.

Als Wolfsländer haben sich mittlerweile sechs Bundesländer etabliert: Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen. Die meisten Tiere leben in Sachsen und Brandenburg.

Von Claudia Jeske

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