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Stadt Wolfsburg VfL-Helfer beantworten Fragen und helfen bei Impf-Terminen
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VfL-Fans und Stadt für Wolfsburgs Senioren - Corona-Hotline #wirhelfen

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Neu aufgelegt: VfL-Fanbeauftragter Carsten Krystek (v.l.) mit Dieter Kuball und Benedikt Huster von der Jugendförderung der Stadt Wolfsburg, die bei #wirhelfen im März 2020 dabei waren.
Neu aufgelegt: VfL-Fanbeauftragter Carsten Krystek (v.l.) mit Dieter Kuball und Benedikt Huster von der Jugendförderung der Stadt Wolfsburg, die bei #wirhelfen im März 2020 dabei waren. Quelle: Volkswagen
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Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg und die Jugendförderung der Stadt arbeiten unter dem Motto #wirhelfen zusammen, um Menschen während der Pandemie zu unterstützen – wie schon zu Beginn der Corona-Krise im März 2020. Jetzt wird erneut eine Telefon-Hotline im Fanhaus der Fußball-GmbH eingerichtet. Diesmal wollen Ehrenamtliche Senioren und Seniorinnen beraten sowie bei der Organisation des bald anstehenden Corona-Impftermins behilflich sein.

Post für 10.000 Menschen

Mehr als 1000 Impfungen haben die mobilen Teams in Wolfsburg bei Bewohnern und Bewohnerinnen in Altenheimen bereits durchgeführt. Als nächstes wird das Land Niedersachsen die Über-80-Jährigen anschreiben, die noch im eigenen Haus oder einer Wohnung leben. Sie werden aufgefordert, sich einen Termin für das Impfzentrum im CongressPark zu besorgen. „In Wolfsburg sind das rund 10.000 Menschen“, sagt Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, „und bei vielen herrscht Verunsicherung.“

Während Jüngere meist sehr schnell Herrn oder Frau Google aus dem Internet fragen, wenn sie etwas nicht wissen, fällt der Umgang mit den neuen Medien vielen Älteren nicht so leicht – und wegen der Kontaktbeschränkungen ist der Austausch selbst mit Nachbarn oder Familie im Moment auch nicht einfach. Beim VfL-Serviceteam können sie unter der Telefonnummer 05361/8903777 ab Montag, 18. Januar, werktags zwischen 10 und 16 Uhr ohne Scheu alles fragen – und auf Wunsch übernehmen die Helfenden sogar die Terminbuchung per Internet oder besorgen ein Taxi für den Transport. Das wird voraussichtlich ab dem 28. Januar möglich sein. Aber auch vorher dürfen die Menschen schon Fragen stellen. „Wir sehen den VfL als täglichen Lebensbegleiter“, sagt Geschäftsführer Michael Meeske. „Und Corona geht uns alle an.“

Videokonferenz: Julia Streuer (Leiterin der Kommunikation, l. ) mit Stadträtin Iris Bothe und Michael Meeske vom VfL. Quelle: Screenshot

Einen Fahrdienst wird es vermutlich nicht geben. „Taxifahrten zum Impfzentrum werden von den Krankenkassen bezahlt und auch Begleitpersonen sind zugelassen“, weiß Iris Bothe. Zudem sind die Taxen mittlerweile im Normalfall – anders als Privatautos von Ehrenamtlichen – mit Plexiglas-Trennwänden als Corona-Schutzmaßnahme ausgestattet.

Doppelt gut

Hauptsächlich geht es darum, für die Menschen da zu sein, ihnen Wissen und Sicherheit zu vermitteln. „Bei vielen ist auch die Einsamkeit sehr, sehr groß. Hinzu kommen die Sorgen und Nöte während der Pandemie – da ist so ein Gespräch in doppelter Hinsicht gut“, meint die Stadträtin. Zum VfL-Team hat sie dabei vollstes Vertrauen, spätestens seit der gelungenen Aktion im Frühjahr 2020.

„Für uns war es eine Selbstverständlichkeit, das Projekt zu unterstützen“, sagt Carsten Krystek, Leiter Fanwesen beim VfL. Das Engagement der Fans, bemerkt Erster Stadtrat Dennis Weilmann zu der Aktion #wirhelfen, sei „ein Beleg dafür, dass die einmalige Verbindung von Stadt und Verein etwas ganz Besonderes ist“.

Von Andrea Müller-Kudelka