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Stadt Wolfsburg Verwirrung im Ortsrat um die Wahrzeichen Don Camillo und Peppone
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Verwirrung im Ortsrat um die Wahrzeichen Don Camillo und Peppone
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06:00 14.06.2019
Sie ragen über alle anderen Gebäude hinaus: Die Hochhäuser Don Camillo und Peppone im Stadtteil Detemerode. Quelle: Matthias Leitzke
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Detmerode

Bis Mitte diesen Jahres, so war es angekündigt worden, will die Wohnungsgesellschaft „Neuland“ eine Entscheidung fällen, wie die Zukunft der beiden Detmeroder Wahrzeichen Don Camillo und Peppone aussieht. Dieser Zeitpunkt ist eigentlich erreicht. „Ja, was denn nun. Abriss oder Sanierung?“, fragte am Mittwoch der Ortsrat Detmerode und äußerte sich unzufrieden darüber, dass die Politiker vor Ort einmal mehr über weitreichende Entscheidungen so lange im Unklaren gelassen werden.

Kritik an Informationspolitik

„Aufsichtsrat oder Neuland-Vorstand sollten endlich Farbe bekennen “, monierte Lothar Kostka (parteilos). Und auch Ortsbürgermeister Ralf Mühlisch (SPD) musste gestehen: „Ich weiß auch nicht mehr, als bisher ohnehin schon bekannt ist.“

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Für Verunsicherung sorgen ferner Feuerwehrübungen, die an mehreren Tagen im Juni an und in den beiden Gebäuden durchgeführt werden, die seit geraumer Zeit leer stehen. „Dabei werden allerdings keine Wände eingerissen“, so der Ortsbürgermeister, der weiterhin hofft, dass sich die Neuland zu einer Sanierung durchringen möge.

Gebäude sind stark Asbest-belastet

„Die allgemeine finanzielle Lage und die aktuelle Wohnungsknappheit könnten dafür den Ausschlag geben“, sagte Mühlisch. Obwohl auch der Erhalt mächtig ins Geld gehen würde. Immerhin seien beide Gebäude stark mit Asbest belastet. „Mit der Stufe 5“, so Mühlisch, das sei der höchste Wert.

Sanierungsbedürftig ist auch die sogenannte Detmeroder Brücke mit diversen Ladengeschäften. Hier lösen sich Teile der Wegeverbindung, wie kürzlich in einer Begehung festgestellt wurde. In der Bürgersprechstunde brachte dies auch eine Detmeroder Einwohnerin vor: „Vor allem ältere Menschen beispielsweise mit Rollator haben hier massive Probleme.“ Der Pächter der Ladenzeile sei gefordert, für Abhilfe zu sorgen.

: Ab Herbst Standort für die stationäre Ladestation am Detmeroder Markt: Der Parkplatz an der Stephanuskirche. Quelle: Burkhard Heuer

Um ein besonderes Geschenk von Volkswagen an die Stadt ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Mobile und stationäre Schnellladestationen sollen im Stadtgebiet für die Stromversorgung von Elektrofahrzeugen sorgen.

Einer der Ladeparks in Detmerode geplant

Einer der sogenannten Ladeparks soll auf dem Parkplatz in Höhe der Stephanuskirche in Detmerode entstehen. Jan Wilker vom Referat Digitalisierung und Wirtschaft berichtete über die Planungen und kündigte an, dass die Station mit Trafo und sechs Ladesäulen bereits im Herbst diesen Jahres ihren Betrieb aufnehmen soll.

Von Burkhard Heuer

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