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Stadt Wolfsburg VWI baut Hecken aus Totholz – für Igel und Co.
Wolfsburg Stadt Wolfsburg VWI baut Hecken aus Totholz – für Igel und Co.
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06:00 16.03.2019
Totholzhecke im Fallersleber Ganterwinkel: Schön anzusehen und vorteilhaft für die Natur. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Sie sind ökologisch, nachhaltig und außerdem schön anzusehen: die Hecken aus Totholz, die VW Immobilien (VWI) an zwei Standorten in der Nordstadt und im Fallersleber Ganterwinkel errichtet hat. Die Idee dafür kam aus der hauseigenen Gärtnerei – Anwohner sind von imposanten Mauern aus Gestrüpp und Ästen begeistert. Und für Insekten, Bienen sowie andere Tiere bieten die Hecken paradiesische Lebensräume.

Totholzhecken: Anregung von Mietern umgesetzt

„Es gibt nur Lob“, sagt Henning Kohn, Leiter der VWI-Gärtnerei. Mieter hatten sich vor Monaten beschwert, vor den Wohnanlagen von VWI gebe es kaum noch Lebensräume für Igel. Die Wohnungsgesellschaft reagierte, holte eine Igel-Expertin und Biologen mit ins Boot. Gemeinsam wurde entschieden, ein Igel-Haus zu bauen. Um noch nachhaltiger und ökologischer zu sein, entwickelte die Gärtnerei noch das Hecken-Projekt – die Chefetage gab dafür grünes Licht.

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VWI verwendet gesammeltes Schnittgut

Das Konzept ist eigentlich ganz simpel: Die Gärtner schneiden turnusmäßig Anfang des Jahres die Gehölze, Büsche und Bäume in den Wohnanlagen – das Schnittgut wird aufgestapelt, dicke Äste, die in den Boden gerammt sind, sorgen für Stabilität. So muss das Schnittgut nicht entsorgt werden und es entstanden mittlerweile drei Totholzhecken: Eine steht im Ganterwinkel, die 40 Meter lang, 2,50 Meter breit und zwei Meter hoch ist. In der Nordstadt gibt es gleich zwei solcher Hecken, die etwas kleiner sind als die in Fallersleben: Sie befinden sich im Krähenhoop und in der Ilmenaustraße. Schrumpfen die Hecken, was ganz natürlich ist, wird mit neuem Schnittgut aufgefüllt.

Gestrüpp und Äste: Hier fühlen sich Tiere wohl

Diese besonderen Hecken sind nicht nur ein Paradies für Insekten, von denen viele vom Aussterben bedroht sind, sie haben noch mehr Vorteile: Sie bestehen aus Gestrüpp und Ästen, die sonst eigentlich gehäckselt werden müssten, was sehr laut ist. „Außerdem müssen wir das Totholz nicht abfahren, so entfallen die Transporte“, so die Gärtner Martina Herold und Hans-Jürgen Wenzel, die die Totholzhecken in der Nordstadt errichtet haben. Das schone die Umwelt. Das Projekt kommt so gut an, dass weitere Hecken aus Totholz geplant sind.

Von Sylvia Telge

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