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Stadt Wolfsburg VW schmiedet sich IT-Spezialisten in der Fakultät 73 selbst
Wolfsburg Stadt Wolfsburg VW schmiedet sich IT-Spezialisten in der Fakultät 73 selbst
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00:24 04.04.2019
Produktionsstraße aus Lego: Absolventen präsentierten erste Ergebnisse eines Bootcamps. Quelle: B. Baschin
Wolfsburg

Vor vier Wochen starteten 92 Männer und acht Frauen ihre Ausbildung als IT-Experten und Programmierer in der neu entwickelten „Fakultät 73“ bei der AutoUni in Wolfsburg. Am Montag zeigten sie Gästen schon erste Ergebnisse ihrer Arbeit. Unter den Besuchern des Empfangs war auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Das wird kein Spaziergang

Ausdrücklich lobte Heil die beispielhafte Zusammenarbeit von Betriebsrat und Unternehmen bei der Entwicklung des zweijährigen Qualifizierungsprojekts. Der digitale Wandel in der Berufswelt werde kein Spaziergang. Aber die „Fakultät 73“ sei ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. „Wir werden nicht nur zugucken, sondern aktiv begleiten“, versprach Heil.

Einen neuen Ausbildungsgang für den Bereich IT gibt es jetzt an der AutoUni von Volkswagen in Wolfsburg. Die Fakultät 73. Die Idee stammt aus dem Betriebsrat – um Mitarbeitende fit für den Wechsel ins digitale Arbeitsplatz-Zeitalter zu machen. Jetzt gab’s den Startschuss.

Ralph Linde, Leiter der Volkswagen Group Academy, führte humorvoll durch den ersten Teil der Veranstaltung mit Vorstellung des Projekts und einiger der hoffnungsvollen Talente. Sie sollen künftig die rund 11.000 VW-Mitarbeiter im IT-Bereich als Programmierer verstärken. Bernd Osterloh, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und gleichzeitig Präsidiumsmitglied im Aufsichtsrat, betonte, ein Jahrgang werde den Bedarf dort nicht decken. „Ich hätte auch nichts gegen einen dritten oder vierten“, sagte er.

70 Prozent Praxis

Doch erst einmal geht es um den allerersten Jahrgang. Die 100 Absolventen stammen laut Linde hauptsächlich aus der näheren Region „von Berlin bis Barwedel und von Wolfsburg bis Wolsdorf“. Sie haben sich gegen 1500 Bewerber durchgesetzt. 27 sind sogenannte Externe, 73 gehörten bereits zu Volkswagen – und stammen zu mehr als zwei Dritteln aus der Produktion. In Lerngruppen werden sie sich in den nächsten zwei Jahren mit Informatik, Englisch und Mathe beschäftigen, aber auch mit Innovationsmethoden und Sozialem Miteinander. Dazu gehören sogenannte „Learning Journeys“ – Ausflüge in verschiedene Bereiche des VW-Konzerns, um dort zu erfahren, was genau gebraucht wird. 30 Prozent Theorie und 70 Prozent Praxis soll der Ausbildungsgang beinhalten. Das sei „Erlebnislernen, aber kein Spaß“, so Linde.

Erste Ergebnisse

In einem „Bootcamp“ ging es in der ersten Woche ganz praktisch ums Umsetzen – auch für die, die vorher nie direkt mit Programmiersprachen wie Java Script oder Python zu tun hatten. Die Ergebnisse zeigten die Absolventen bei einem Rundgang: Computer-gesteuerte Sensoren, Lego-Autos und eine Mini-Produktionsstraße.

Das ist die Fakultät 73

Die „Fakultät 73“ verdankt ihren Namen der TV-Serie „Big Bang Theory“. 73 ist die Lieblingszahl von „Sheldon Cooper“, einem verschrobenen Wissenschaftler.

Volkswagen investiert im Rahmen der „Fakultät 73“ 20.000 Euro in die zweijährige Ausbildung von IT-Spezialisten an der AutoUni. Experten der Fachhochschule Ostfalia, der Firma Bredex aus Braunschweig und von New Elements aus Nürnberg unterstützen mit ihrem Fachwissen und Dozenten den Ausbildungsgang.

1500 Menschen haben sich für die „Fakultät 73“ beworben, 92 Männer und acht Frauen wurden angenommen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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