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Stadt Wolfsburg 30.000 Euro Schaden nach Gasexplosion
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 30.000 Euro Schaden nach Gasexplosion
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07:00 26.03.2018
Einsatz in der Allerstraße: Gefahren beim Betrieb von Bioethanolöfen sind Brandschützern bekannt – eine so starke Verpuffung hatte die Berufsfeuerwehr allerdings noch nicht erlebt.
Einsatz in der Allerstraße: Gefahren beim Betrieb von Bioethanolöfen sind Brandschützern bekannt – eine so starke Verpuffung hatte die Berufsfeuerwehr allerdings noch nicht erlebt. Quelle: Gero Gerewitz
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 Das Landeskriminalamt arbeitet weiterhin am Fall der Gasexplosion in der Allerstraße. Ein Mieter war dabei vor gut drei Wochen schwer verletzt worden. Die Detonation ging laut bisherigen Ermittlungen von einem Bioethanolofen aus.

Ungewöhnlich starke Detonation

 „Wir werden den Unglücksfall zum Anlass nehmen, unsere Mieter im Umgang mit brennbaren Stoffen zu sensibilisieren“, sagt VW-Immobilien-Sprecher Tobias Fruh. Einen so schweren Fall hatte nämlich auch die Wolfsburger Berufsfeuerwehr zuvor noch nicht erlebt: Alle Wohnungstüren des mehrstöckigen Hauses wurden beschädigt. Ein Statiker hatte aber nichts zu beanstanden. „Vereinzelte Beschädigungen am Mauerwerk wie Risse und Abplatzungen sind nur oberflächlich sichtbar und werden in Kürze verschlossen und überstrichen“, teilt Fruh, jetzt mit. „Neue Türen sind bestellt und werden voraussichtlich nach Ostern eingebaut.“ Lediglich die Tür der direkt betroffenen Wohnung wurde bisher komplett ausgetauscht, vorerst gegen eine Provisorium. Sie war irreparabel zerstört. Der Gesamtschaden liegt laut Fruh bei 30.000 Euro.

Klage über Katastrophen-Touristen

„Mit unseren Mietern stehen wir im engen Kontakt“, betont der Sprecher. Der Verletzte konnte das Krankenhaus verlassen, wohnte kurzzeitig in einer möblierten Unterkunft und ist mittlerweile wieder in seine Wohnung zurückgekehrt. „Wir hoffen, dass es ihm sehr rasch wieder besser geht“, sagt Fruh, der betont: „Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft im Haus haben uns nachhaltig bewegt.“ Geärgert hätten sich die Mieter selbst allerdings über „Katastrophen-Touristen“, die nach den Medienberichten zur Unfallstelle kamen.

Von Andrea Müller-Kudelka