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Stadt Wolfsburg Schon zehn Fälle: Unbekannter legt Steine und Nagelbretter auf die Straße
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schon zehn Fälle: Unbekannter legt Steine und Nagelbretter auf die Straße
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21:00 14.10.2019
Steine und Nagelbrett: Ähnliche Gegenstände wie die Beweisstücke in diesem Prozess aus dem vergangenen Jahr legt ein Unbekannter in und um Wolfsburg auf die Straße – und gefährdet damit Menschen. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Was geht nur in den Köpfen mancher Menschen vor? Seit einigen Wochen treibt ein Unbekannter auf Wolfsburgs Straßen sein Unwesen: Er legt entweder 20-Kilo-Steine oder selbst gebaute Nagelbretter auf die Fahrbahn – und nimmt ganz offensichtlich in Kauf, dass Menschen, die mir ihren Autos drüberfahren, dabei verletzt werden! Mittlerweile zählt die Polizei zehn Fälle.

Jüngster Fall ereignete sich am Sonntag bei Sülfeld

Und das sind nur die Fälle, die auch angezeigt worden sind. Möglich, dass die Ziffer höher ist, weil manche Autofahrer an einen unglückliche Zufall glaubten, als sie mit dem Fahrzeug über den Stein fuhren oder vielleicht ausweichen konnten...

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Fest steht: Die Serie begann vor etwa sechs bis acht Wochen. Insbesondere auf den Landstraßen rund um Fallersleben, Sülfeld, Ehmen, Wettmershagen und Groß Brunsrode entdeckten Autofahrer große Stein oder Nagelbretter. Der jüngste Fall: In der Nacht zum Sonntag gelang es einem 23-jährigem Autofahrer an dem Kreisverkehr bei Sülfeld einem Brett, das gespickt war mit Nägeln und Schrauben, gerade noch ausweichen.

Audi musste nach Zusammenstoß mit Stein abgeschleppt werden

So ein gutes Reaktionsvermögen hatte ein 34 Jahre alter Audi-Fahrer am späten Abend des 6. Oktober nicht, als er auf der Westrampe bei Fallersleben auf einen 30 mal 40 Zentimeter großen und etwa 20 Kilo schweren Stein prallte. Bei der Karambolage blieb der aus der Samtgemeinde Papenteich im Landkreis Gifhorn stammende Fahrer unverletzt. „Und man kann wirklich von Glück sprechen, dass bisher niemand verletzt wurde“, so Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

Der Audi musste nach dem Zusammenstoß mit dem Stein abgeschleppt werden; der komplette Unterboden riss auf!

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr

Ähnlich ging es einer 55-jährigen aus der Samtgemeinde Isenbüttel, die mit ihrem VW Transporter am Morgen des 26. September auf der Kreisstraße 73 bei Ehmen über drei Steine fuhr. Auch die Frau blieb unverletzt und konnte ihr Fahrzeug, an dem rund 2000 Euro Schaden entstand, auf der Fahrbahn halten.

Die Polizei ermittelt wegen „gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr“. Claus: „Das sind keine Kavaliersdelikte. Diese Taten werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Welche Motivation hinter diesen Taten steckt, darüber lässt sich nur spekulieren: „Entfernte Gullydeckel auf Straßen – meist im betrunkenen Zustand – gab es schon einige Male. An so einen Fall, in dem der Täter gezielt über einen längeren Zeitraum vorgeht, kann ich mich jedenfalls nicht erinnern“, so Claus.

Zeugen gesucht

Da alle Tatorte auf Land- und Kreisstraßen außerorts lagen, ruft die Polizei zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Hinweise nimmt die Polizei Fallersleben unter Tel. 05362-4646104 entgegen.

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Von Claudia Jeske

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