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Stadt Wolfsburg Wird es in Wolfsburg zu Silvester ein Böllerverbot geben?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wird es in Wolfsburg zu Silvester ein Böllerverbot geben?
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13:41 29.10.2019
So sieht die Silvesterfeier weiterhin in Wolfsburg aus. Quelle: Tim Schulze
Wolfsburg

Wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht, dürfen die Wolfsburger zum Jahreswechsel keine Raketen mehr in die Luft schießen. Die Organisation will ein Feuerwerk in 98 deutschen Städten verbieten, darunter auch die Volkswagenstadt. Stattdessen regt sie ein „Silvester 2.0“ mit Licht- und Lasershows in den Innenstädten an. „Wir prüfen den Sachverhalt“, sagt Elke Wichmann, Sprecherin der Stadt Wolfsburg. Aktuell liegt der Stadt aber keine Klage der Organisation vor.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will Feuerwerkskörper und Böller aus der Innenstadt verbannen. Nach Angaben der Organisation verursachen die Knaller extrem hohe Feinstaubbelastungen. Daher werden die Verbotsanträge in die Städte eingereicht, in denen die Luft im Jahresmittel mit mehr als 20 Mikrogramm Feinstaubpartikeln je Kubikmeter belastet ist. In Wolfsburg liegt die Belastung laut der DUH genau bei 20 Mikrogramm.

Entwarnung von der Polizei

Als weiteren Grund gegen Raketen werden Brände und Verletzungen angeführt. „Wir wünschen uns weiterhin ein freudiges Fest zum Jahreswechsel. Aber ohne verpestete Luft, brennende Häuser, verletzte Menschen und verängstigte Tiere“, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die Polizei und Feuerwehr warnt vor den Gefahren von Böllern. Quelle: picture alliance / dpa

In Wolfsburg gab es zum Jahreswechsel 2019 rund 100 Einsätze für Polizei und Feuerwehr, nur wenige davon seien auf unsachgemäßen Böllergebrauch zurückzuführen. „In den meisten Fällen gab es Streitigkeiten zwischen Personen, häufig durch erhöhten Alkoholkonsum“, sagt Polizei-Sprecher Sven-Marco Claus. Die Berufsfeuerwehr bestätigte die geringen Einsatzzahlen an Silvester. Der Rettungsdienst müsse eher alkoholisierte Personen transportieren anstatt Verletzte durch Feuerwerksraketen.

Kein Großkampftag in Wolfsburg

Der Leiter der Berufsfeuerwehr Wolfsburg, Manuel Stanke, hat einige Zeit in Berlin gelebt und dort Silvester gefeiert. „In Großstädten wie Hamburg oder München ist Silvester ein Großkampftag mit zahlreichen Einsätzen, davon sind wir in Wolfsburg weit entfernt“, betont Stanke. Deshalb ist Stanke als Leiter der Berufsfeuerwehr gegen ein generelles Böllerverbot in Wolfsburg. Allerdings betonte er die Gefahren von Silvesterfeuerwerk. „Einer reicht aus, um eine Lagerhalle in Brand zu setzen“, sagt er. Obwohl die Wolfsburger dafür bekannt sind, dass sie viel Geld für die bunten Knaller ausgeben, ist der Spuk aber meist schnell vorbei. „Eine halbe Stunde nach Mitternacht ist der Himmel wieder finster über Wolfsburg“, so Stanke.

Lichtshows in der Innenstadt

Anstatt Schwarzpulver zu verballern, will die Deutsche Umwelthilfe für ein „Silvester 2.0“ werben. In den Innenstädten sollen Licht- und Lasershows angeboten werden. Als Beispiel wird der bayrische Ort Landshut genannt, dort veranstaltete der Lichtkünstler Andreas Juergens eine Lasershow zum Jahreswechsel 2018/2019. „Landshut hat eine Pionierarbeit geleistet und die neue Tradition soll auch beim nächsten Silvester fortgeführt werden“, sagte Juergens.

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Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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