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Stadt Wolfsburg So läuft das Umtauschgeschäft in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So läuft das Umtauschgeschäft in Wolfsburg
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18:58 27.12.2019
Viel los: Mit Black-Friday-Wochenende und Konzert haben die Designer-Outlets Unmengen an Besuchern angelockt – und auch mehr Gutscheine verkauft als im Vorjahr. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Kaum haben nach Weihnachten die Geschäfte wieder geöffnet, wird es voll in der Stadt. Zahlreiche Wolfsburger kommen jetzt in die Läden, um unliebsame Weihnachtsgeschenke umzutauschen – sofern denn der Kassenbon gleich mitgeschenkt wurde. Doch nicht in allen Geschäften wandern massenweise Geschenke zurück über den Tresen. Die Wolfsburger Einzelhändler machen ganz unterschiedliche Erfahrungen.

„Weil eben irgendein Geschenk her musste“

„Es ist das typische Umtauschgeschäft“, sagt Matthias Lange, Geschäftsführer der WKS-Kaufhauses und Sprecher des Wolfsburger Einzelhandels. Und er kann schon vorher sagen, welche Produkte am häufigsten zurückkommen: „Der Schlafanzug für Opa, der dann doch nicht passt, der Schmuck, der am 23. Dezember gekauft wurde, und die Handtasche, die mehr aus Versehen gekauft wurde, weil eben irgendein Geschenk her musste – es ist jedes Jahr das Gleiche.“

Allerdings sei das Umtauschaufkommen in diesem Jahr etwas geringer als früher, da es die Spielwarenabteilung inzwischen nicht mehr gibt – hier wurden bis dahin nicht wenige Fehlkäufe getätigt. Wer den Kassenzettel noch hat und das Produkt in „wiederverkäuflichem“ Zustand mitbringt, bekommt noch acht Tage nach dem Kauf das Geld zurück.

Umtausch ist für viele Einzelhändler schon eine Nachweihnachts-Tradition: Unliebsame Geschenke finden dieser Tage oft ihren Weg zurück ins Regal. Aber nicht bei allen Händlern ist der Ansturm gleich hoch.

Ähnlich ist es beim Modehaus Hempel in der City-Galerie. Bei der Damenbekleidung werde einiges umgetauscht – nicht nur wegen der falschen Größe, sondern oft genug auch wegen deutlicher Geschmacksunterschiede – , weiß Teamleiterin Sybille Frigge. Aber auch das ist kein Drama: „Bei unseren Stammkunden tauschen wir auch noch vier Wochen nach dem Kauf um.“

Uhrbänder und Ringe können geändert werden

Auch Brunhilde Keiser vom gleichnamigen Juwelier und Uhrengeschäft ist nicht überrascht von den Kundenanfragen nach Weihnachten: „Meist heißt es: Meine Uhr von Amazon passt nicht.“ Zum Glück gibt es über dem Verkaufsraum noch die Werkstatt, in der Uhrmacher im Nu die Armbänder verkürzen oder längen.

Das klappt übrigens auch bei Ringen. Lag ein Verlobungsring unterm Baum, der aber eher auf den Daumen als auf den Ringfinger passt, können die Goldschmiede ihn öffnen und kleiner wieder zusammenlöten. Auch vergrößern kann man Ringe auf diese Weise. Nur bei manchen Materialien, wie zum Beispiel Titan, oder bei zu vielen Brillanten im Ring wird das schwierig, dann empfehlen Keiser und ihre Kollegen doch eher einen Umtausch.

„Wir bieten immer gleich den Gutschein an“

Andere Händler haben weniger mit Umtausch- und Änderungswünschen zu tun. Zum Beispiel Saturn in der City-Galerie: „Wenn wir merken, dass der Kunde unsicher ist, bieten wir immer gleich einen Gutschein an“, verrät Filialleiter Torsten Maus. So bekommt immerhin der 15-jährige Enkel von seiner Oma nicht versehentlich ein Wii-Spiel zu seiner Playstation.

Wer auf Nummer Noch-sicherer gehen will, kauft gleich einen Gutschein für die gesamte City-Galerie: „Mehrere Tausend“ Gutscheine seien im Dezember verkauft worden, berichtet Center-Manager Marvin Schaber zufrieden.

Darauf setzen auch die Designer-Outlets Wolfsburg. „Wir haben nochmal deutlich mehr Gutscheine verkaufen können als letztes Jahr“, sagt DOW-Chef Michael Ernst. Gleichzeitig steige aber auch die Zahl der ,richtigen’ Geschenke: Über 7000 Stück haben fleißige Helfer im eigenen Einpack-Service in Geschenkpapier eingeschlagen und mit Schleifen verziert – gut 1000 mehr als im Jahr zuvor.

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Von Frederike Müller

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