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Stadt Wolfsburg Umbau des St. Annen-Knotens: Deshalb hat die Verwaltung keinen leichten Stand
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Umbau des St. Annen-Knotens: Deshalb hat die Verwaltung keinen leichten Stand
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23:04 05.11.2019
St. Annen-Knoten: Der Knotenpunkt muss dringend umgebaut werden – aber wie? Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Dass der St. Annen-Knoten umgebaut werden muss, um mit dem zunehmenden Verkehr klar zu kommen, darin sind sich alle einig. Nur das Wie bereitet großes Kopf zerbrechen, sorgt für Diskussionen und lässt bisweilen Ortsratspolitiker zu Verkehrsexperten mutieren. Jedenfalls hatte die Stadtverwaltung in der Sitzung des Ortsrates Stadtmitte am Dienstagabend keinen leichten Stand.

St. Annen-Knoten: 100 000 Fahrzeuge täglich in Zukunft

Der größte innerstädtische Verkehrspunkt wird in Zukunft Fahrzeuge aus den großen Neubaugebieten im Osten (Sonnenkamp, Hellwinkel Terrassen etc.) der Stadt aufnehmen müssen. Mit bis zu 100 000 Fahrzeugen täglich rechnen Experten auf dem St. Annen-Knoten.

Jürgen Ballmann vom Geschäftsbereich Straßenbau stellte verschiedene Varianten vor – unter anderem die, den St. Annen-Knoten als „Kleeblatt“-Knoten auszubauen. Dafür müssten allerdings Teile des alten VfL-Stadions, des Friedhofs und der Polizei verschwinden. Also, völlig unmöglich.

Umbau: Neue Fahrspuren und Abbiegerstreifen in alle Richtungen

Die Verwaltung favorisiert deshalb eine relative einfach umzusetzende und kostengünstige Variante ohne Tunnel oder neue Brücke: Unter anderem soll der Rechtsabbieger aus der Dieselstraße in Richtung Schloss verlängert werden. Der Verkehr in Nord/Süd und Süd/ Nord erhält jeweils eine zusätzliche Geradeausspur. Ebenso bekommt der Linksabbieger aus Richtung Schloss in Richtung Dieselstraße eine zweite Fahrspur und der Rechtsabbieger aus der Dieselstraße in Richtung Schloss wird verlängert. Die Brücke bliebe bei dieser Variante im Übrigen völlig unangetastet.

Doch den Ortsräten waren diese Pläne offenbar nicht ausgereift genug – vor allem in Bezug auf ÖPNV. „Ohne ergänzende Bus-Fahrspur sehe ich ernste Probleme“, sagt Erich Schubert (SPD). Außerdem wollte er etwas zur zukünftigen Ampelschaltung wissen. „Wenn die so bleibt, habe ich Angst vor einem Verkehrskollaps.“ Und überhaupt, warum plane die Stadt „so konventionell?“, sagt er. „In den heutigen Zeiten muss man doch den ÖPNV berücksichtigen.“ Da pflichteten ihm die Kollegen aller Partein bei. Jens Tönskötter (PUG): „Mir wird aus den Plänen leider nicht klar, in welche Richtung es gehen soll.“

Ortsrat erbat sich mehr Beratungszeit

Ein bisschen verzweifelt und auf verlorenem Posten wirkte der Verwaltungsvertreter. „Die Politik hat uns doch beauftragt Vorschläge zur Optimierung des Knotens zu machen. Das haben wir getan.“ Immerhin braucht die Verwaltung um ganz und gar in die Planung einzusteigen 280 000 Euro. Und die sind die Politiker offenbar nicht bereit auszugeben. Der Ortsrat Stadtmitte jedenfalls erbat sich mehr Beratungszeit und entschied sich für die so genannte erste Lesung des Papiers.

Als nächstes wird der Bauausschuss darüber beraten und am Ende hat der Stadt der Rat – wie immer – das letzte Wort...

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