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Stadt Wolfsburg Ulrich Noethen: Mit geklauten Badelatschen durch Istanbul
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ulrich Noethen: Mit geklauten Badelatschen durch Istanbul
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15:00 08.11.2019
Noethen Ulrich: Lesung im Scharoun Theater Wolfsburg. Quelle: Marion von Mehden
Wolfsburg

Die Konzert-Lesung vor drei Jahren im Scharoun Theater mit Bruno Ganz und dem Delian Quartett ist den Besuchern noch in bester Erinnerung. Ist es durch den Tod im Februar ihm nicht mehr ver­gönnt gewesen, das neue, bereits aus­ge­arbeitete Programm selbst zu gestalten, so lebt es dennoch auf der Bühne weiter. Die Künstler ver­ste­hen ihre Aufführungen, für die der Schau­spieler Ulrich Noethen eingesprungen ist, als eine Hommage für den Ausnahmedarsteller Bruno Ganz.

Texte aus dem Orient

Ein altes orientalisches Sprich­wort ist der Titel der literarisch-musika­li­schen Reise: „Wer des Feuers bedarf, such’s unter der Asche“. Den ersten Teil bestimmen Tex­te des Rei­seromans „Kompass“ von Ma­thi­­­as Enard. Geschichten wie „Über Ar­chä­o­lo­gie“ oder „Aleppo“ sind nicht nur an­schau­­liche, ein­ladende Rei­se­beschrei­bun­gen nach Sy­rien, son­dern schil­dern ein­dring­lich, aber auch hu­mor­voll, das Inter­esse der Euro­päer an der Ver­gangenheit des Orients.

So erfährt man, wie Istanbul mit „geklauten Bade­latschen“ er­kun­det werden kann oder wie Ar­chäologen sich auf der Suche nach einem verfallenen Schloss verirren und so zweimal an dieselbe merkwürdige Stra­ßensperre mit­ten in der Wüste geraten. Allerdings sind es Betrach­tun­gen von 2015, heute liegt vieles in Schutt und Asche. Im zweiten Teil stehen Goethes „West-östlicher Divan“ und Clau­dia Otts „Tau­send­und­eine Nacht“ im Mittelpunkt.

Ulrich Noethen: Sprachrhythmik passte sich der Musik an

Die den Texten innewohnende Sprach­rhythmik wird bei Noethen durch eine aus­gefeilte Technik des Sprechens scheinbar selbst zur Musik. Mit der hohen Kunst, Texte als Stimmungsbilder charakteristisch zu gestal­ten, erzeugt er vom Anfang bis zum Ende einen eindrucksvollen Spannungs­bo­gen, in den sich die Musiker auf kon­ge­niale Weise einfügen.

Adrian Pinzaru, Andreas Moscho (beide Violine), Lara Albe­sano (Viola) und Hendrik Blumenroth (Cello) erweisen sich in ausgereifter Spiel­technik und verführerischer Klangge­stal­tung als ein Streichquartett von besonderer Qualität.

In einer solchen Konstellation verschmel­zen verschiedene Darstellungskünste zu ei­ner beeindruckenden Einheit. Sicher ganz im Sinne von Bruno Ganz.

Von Heinz-Werner Kemmling

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