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Stadt Wolfsburg Nach Kritik an Treibjagd: Wolfsburgs Stadtförster klärt auf
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nach Kritik an Treibjagd: Wolfsburgs Stadtförster klärt auf
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15:48 25.11.2019
Jäger setzten Spürhunde bei der Jagd ein: nicht jedes Tier wird mit einem Schuss getötet. Quelle: Tim Schulze
Wolfsburg

86 erlegte Tiere: Das ist die Bilanz der Treibjagd am Samstag zwischen den Hattorfer Teichen und der Feldmark Nordsteimke. Spaziergänger hatten sich beschwert, dass auf die Jagd nur mangelhaft hingewiesen wurde. Es fehlten Schilder und Flatterbänder, um Fußgänger im Wald zu warnen. Auch auf den Facebook-Seiten der WAZ wird dazu Kritik laut. Eine Nutzerin schreibt, dass sie selbst auch schon „durch Unwissen in das Getümmel (im Landkreis Gifhorn) geraten sei“. Kritik wird auch am Jagdgeschehen laut: häufig würden Rehe nur angeschossen und verletzt und nicht mit einem direkten Schuss getötet.

Stadtförster: Nur ein geringer Anteil der Tiere wird verletzt

Dirk Schäfer, Stadtförster von Wolfsburg, betont, dass es sich bei den angeschossenen Tieren um einen kleinen Prozentsatz handele. Genaue Zahlen, wie viele Tiere bei der Jagd am Samstag nicht mit einem tödlichen Schuss getroffen wurden, liegen nicht vor. „Es gilt der Grundsatz, dass jeder abgegebene Schuss kontrolliert wird, um ein Leiden der Tiere zu verhindern“, sagt Schäfer.

Jäger machen sich mit Schweißhunden auf die Suche nach den angeschossenen Tieren. „Die Hunde sind dafür ausgebildet, das verletzte Wild zu finden“, so der Wolfsburger Stadtförster. Angaben dazu, wie lange es dauert bis die Hunde das angeschossene Tier finden, kann Schäfer nicht machen. „Doch das passiert so schnell wie möglich“, berichtet der Stadtförster. Auf der Jagd am Samstag waren 150 Jäger mit acht Schweißhunden im Einsatz.

Für Menschen habe keine Lebensgefahr bestanden

Zur Jagd in der Umgebung der Hattorfer Teiche sperrten die Verantwortlichen etwa 30 bis 40 Wege im Großjagdgebiet ab, wie Schäfer berichtete. Davon war am Tag der Jagd offenbar nicht mehr viel zu sehen. Fußgänger und Fahrradfahrer bemängelten fehlende Warnhinweise. Der Stadtförster vermutet, dass die Absperrungen sabotiert wurden. Bislang aufgetaucht sind die Flatterbänder und Schilder nicht. Dennoch hatte Schäfer bei der Jagd betont, dass für Menschen in diesem Gebiet nicht sofort Lebensgefahr bestehe. „Jeder Schütze ist für seinen Schuss verantwortlich“, sagt Schäfer. Die Jäger müssen die Distanz ihres Schusses abschätzen können. Ein Kugelfang müsse immer gewährleistet sein: „Das Projektil muss auf gewachsenen Boden treffen, auch wenn es aus dem Tierkörper wieder herausdringt“, sagt der Stadtförster.

Jäger müssen Umgebung genau begutachten

Bevor der Jäger Wild ins Fadenkreuz nimmt, muss er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen, heißt es auf der Webseite der Landesjägerschaft Niedersachsen. Ein Schuss in Richtung von Personen, Autos und Siedlungen ist strengstens untersagt. Die Landesjägerschaft schreibt, Jäger, sollten grundsätzlich nur von erhöhten jagdlichen Einrichtungen schießen, da ein ausreichender „Kugelfang“ immer gegeben sein müsse. Dafür sei ausschließlich „gewachsener“ Boden geeignet, der allein jedoch noch keinen ausreichenden Schusshintergrund dar stelle: Das Gelände müsse so beschaffen sein, dass der Eintrittswinkel des Geschosses größtmöglich ist und der Schusswinkel zum Nachbarn größer als 30 Grad sei.

Von Nina Schacht

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