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Stadt Wolfsburg Tierrechtler mit „Anonymous“-Masken diskutieren mit Wolfsburgern
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Tierrechtler mit „Anonymous“-Masken diskutieren mit Wolfsburgern
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20:05 26.07.2019
Für Aufsehen sorgte ein Team der international agierenden Tierrechtsorganisation „Anonymus für the Voiceless (AV) “ in der Wolfsburger Innenstadt. Quelle: Burkhard Heuer
Stadtmitte

Für Aufsehen und teilweise angeregte Diskussionen sorgte jetzt ein Team der international agierenden Tierrechtsorganisation „Anonymous für the Voiceless (AV) “ in der Wolfsburger City: Acht Teilnehmer im Alter von 14 bis 54 Jahre hatten sich hier mit Guy-Fawkes-Masken zu einer besonderen Art von Demonstration formiert.

„Würfel der Wahrheit“, nennen dies die Mitwirkenden Ihr Ziel: Aufmerksamkeit erregen, Videos von grausamen Schlacht-und Tierhaltungsmethoden zu zeigen und mit den Passanten ins Gespräch zu kommen.

Junge Menschen mit „veganer Botschaft“

„Unsere Organisation kämpft gegen Tierausbeutung und spricht eine klare vegane Botschaft aus“, so erklärte Anisa Sjenar, gemeinsam mit Monika Geier Organisatorin der rund dreistündigen Protestaktion. Die AV Wolfsburg sei eine von 85 Ortsgruppen in Deutschland, weltweit verfügt die 2016 in Australien gegründete Aktion über mehr als 1000 Ortsgruppen.

Tausende gerupfte Hühner und Szenen aus Schlachthöfen

Die Resonanz bei der Bevölkerung übrigens war unterschiedlich. Zumeist eilten Passanten vorbei, ohne einen Blick auf die Bildschirme der Laptops zu werfen, die allerdings tatsächlich verstörende Aufnahmen zeigten: Tausende gerupfte Hühner beispielsweise in riesigen Stallungen, widerliche Szenen aus Großschlachthöfen. „Die Aufnahmen sind zwar unerlaubt von Aktivisten angefertigt“, so bekennt Anisa Sjenar, aber sie sollten dennoch gezeigt werden, um den Menschen die Augen zu öffnen.

100 Mitglieder hat die AV-Facebook-Gruppe Wolfsburg

Zu denen, die stehenblieben, gehörte das Ehepaar Renate und Heinz Wragge aus Ehmen. „Wir haben unsere Essgewohnheiten schon umgestellt“, berichten die beiden. Pangasius-Fisch aus den südost-asiatischen Zuchtanstalten beispielsweise komme bei ihnen nicht mehr auf den Tisch, auch den Hühnerfleischkonsum habe man reduziert. „Aber gänzlich möchte ich dennoch nicht auf Fleisch verzichten“, bekannte Heinz Wragge. Das Ehepaar erachtete die Aktion in Wolfsburg dennoch als ausgesprochen positiv, zumal man eine nette Gesprächspartnerin gefunden habe.

100 Mitglieder gehören mittlerweile zur Facebookgruppe der AV Wolfsburg, jeden ersten und dritten Sonnabend im Monat werden die Demos fortgesetzt. „Dabei kann jeder mitmachen“, so Anisa Sjenar, „der oder die sich mit unseren Werten identifizieren kann.“ Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das in der Facebook-Gruppe „AV:Wolfsburg, Germany“ oder per Mail an: av.wolfsburg@gmail.com

Von Burkhard Heuer

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