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Stadt Wolfsburg Stute misshandelt: Das sagt der Pferdebesitzer
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Stute misshandelt: Das sagt der Pferdebesitzer
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16:37 23.12.2019
Grausamer Angriff: Das Pferd „Meyla“ wurde Opfer einer Tierquälerei. Quelle: Privat
Lehre

Auf einer Auslauf für Pferde wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Stute von einem bislang unbekannten Täter grausam misshandelt. Der Tierquäler fügte dem Pferd im Vaginalbereich schwere Verletzungen mit einem bislang unbekannten Gegenstand zu. Das berichtet die Polizei. Die Stute musste nach der Tat operiert werden. „Meinem Pferd geht es den Umständen entsprechend gut“, sagt Mario Feige, Besitzer des Tieres. Dennoch: er sei schockiert von der Tat. „Ich kann kaum glauben, dass jemand zu so etwas fähig ist“, berichtet er.

Besitzer: Zum Glück lebt mein Pferd

Sein Islandpferd „Meyla“ steht mit zehn weiteren Pferden auf einem Auslauf. Feige ist Einsteller auf einem Islandpferdehof in Lehre. Eine Bekannte von ihm habe im Sand des Auslaufes Blutflecken entdeckt. Daraufhin untersuchten sie die Pferde. „Meine Stute hat innere Verletzungen, aber zum Glück wurde der Darm nicht perforiert“, berichtet Feige. Sonst hätte er das achtjährige Tier einschläfern lassen müssen. Ein tierärztlicher Notdienst habe das Tier noch im Stall operiert. Derzeit bekommt es Schmerzmittel und Antibiotika.

Hat innere Verletzungen: „Meyla“ wurde von einem Unbekannten misshandelt. Quelle: Privat

Polizei sucht Zeugen zur Tat in Lehre

Der Tatzeitraum kann bislang nicht weiter eingegrenzt werden. Zum Tatzeitpunkt befand sich das Tier auf einem Auslauf. Die Polizei sucht Zeugen zur Tat. Hinweise zu Personen, Radfahrern oder Fahrzeugen, die sich am Tatort und in der näheren Umgebung befunden haben, nimmt die Polizei Königslutter unter (05353) 941050 entgegen. Jede Beobachtung könne bei den Ermittlungen helfen, so die Polizei.

Etwa 100 Pferde stehen auf der Koppel. Das berichtet der Pferdebesitzer. „Einer Einstellerin ist ein hellblauer Polo aufgefallen, der mehrmals an den Ausläufen vorbei gefahren ist“, sagt Feige. Weitere Hinweise seien ihm bislang nicht bekannt.

Vorstand des Reit- und Fahrvereins: Die Tat ist abstoßend

Etwa zehn Minuten Fußweg von Tatort entfernt, befinden sich die Ausläufe und Ställe des Reit- und Fahrvereins Lehre. „Die Tat ist unfassbar, das ist eine abstoßende Handlung“, sagt Vorstandsmitglied Danica Röpke. Auf dem Hof des Reit- und Fahrvereins sei es bislang noch nicht zu einer solchen Tat gekommen. „Doch wir haben auf unserem Gelände auch schon eine Tüte mit Sex-Spielzeug gefunden“, so Röpke.

Polizei: Dem Täter kann eine Freiheitsstrafe drohen

Die Tat in der Nacht von Samstag auf Sonntag fällt unter den Tatbestand der „Sachbeschädigung“, da ein Tier nach dem Strafgesetzbuch eine Sache darstellt. Eine Sachbeschädigung wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet. „Allerdings greift bei der misshandelten Stute Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes. Dann droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

Misshandeltes Pferd ist kein Einzelfall

Weitere Fälle von Misshandlungen an Pferden in diesem Jahr sind der Polizei derzeit nicht in Erinnerung. „Vor zwei oder drei Jahren hatten wir in Lehre schon mal einen ähnlichen Fall. Damals wurde der Täter gefilmt, doch sein Gesicht war mit einer Mütze bedeckt“, berichtet der Pferdebesitzer. Daran erinnere sich auch Danica Röpke vom Reit- und Fahrverein, wie sie der WAZ im Gespräch mitteilt.

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Von Nina Schacht

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