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Stadt Wolfsburg Theatergruppe begeistert mit tollem Stück um drei zerstrittene Schwestern
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Theatergruppe begeistert mit tollem Stück um drei zerstrittene Schwestern
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14:00 20.10.2019
Gelungen: Die Theatergruppe SET führte ihr neues Stück „Wellnesstempel Haferkorn“ auf. Quelle: Britta Schulze
Nordstadt

Mit einer turbulenten Komödie um drei höchst unterschiedliche Schwestern und ein ererbtes Hotel hat die Amateur-Theatergruppe SET („So ein Theater“) die Reihe erfolgreicher Aufführungen fortgesetzt. Am Sonnabend feierte man mit dem „Wellnesstempel Haferkorn“ erfolgreiche Premiere im Mehrgenerationenhaus in der Wolfsburger Nordstadt. Rund 100 Besucher im fast komplett ausgebuchten Saal amüsierten sich 80 Minuten köstlich über witzige Dialoge sowie bestens aufgelegte Laienschauspieler und staunten nicht zuletzt über das durchaus überraschende Finale.

Seit Jahresbeginn für Stück geprobt

Seit Januar diesen Jahres hatten die zehn Damen und Herren unterschiedlichen Alters um Regisseurin und Kursleiterin Karin Sternberg-Heidenpeter (auch Regie) an dem Stück geprobt, immer wieder Veränderungen vorgenommen, neue Anregungen eingebaut und so schließlich die Endfassung hergestellt. „Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Gemeinschaftsprojekt“, freute sich Kursleiterin Heidenpeter. Als noch spät eine Mitwirkende ausfiel, übernahm die Regisseurin selbst die Rolle des Zimmermädchens. Und auch, dass sie selbst sichtbar in etwa sechs Wochen Mutterfreuden entgegen sieht, hielt Silwana Müller in der Rolle der Ludmilla nicht davon ab, schwungvoll auf der Bühne zu agieren.

Schwestern erben marodes Hotel

Zum Inhalt: Drei zunächst zerstrittene Schwestern Kamilla (Gabriele Klingbiel, arrogant), Ludmilla und Priscilla (Alexandra Steiger, herrlich naiv) erben ein marodes Hotel im Harz von einem (angeblich) verstorbenen Onkel. Erst wollen sie den Nachlass versilbern, doch dem schiebt Anwalt Schneider (Werner Padniewski in einer quasi Dreifach-Rolle als Anwalt, Diener und Onkel) einen Riegel vor.

Mindestens ein Jahr müssen sie das Hotel erfolgreich betreiben. Völlig klar, dass die Gäste Vera Bracker als Gräfin von Wardenburg, Gisela Görlitz und Elena Kronhardt als gleichgeschlechtliches Ehepaar Breier und Britta Kempf als Susanne Sonnenschein im Rollstuhl an soviel Dilettantismus verzweifeln. Der sogenannte Wellnesstempel macht jedenfalls seinem Namen keine Ehre.

Köstliche Missverständnisse

Masseurin Ludmilla ist eigentlich Fleischereifachverkäuferin und knetet die Patienten wie ein Schnitzel. Priscilla kann nicht mal telefonieren, und Kamilla ist das Arbeiten auch nicht gewohnt. Immer wieder kommt es zu köstlichen Missverständnissen. Großartig eine pikante Massage-Szene hinter geschlossenem Vorhang und nur akustisch zu verfolgen.

Immer wieder gab es Zwischenapplaus, lautes Lachen, permanentes Lächeln auf den Gesichtern des Publikums. Bis zum überraschenden Finale: Der „verstorbene“ Onkel hatte sich als Diener James verkleidet, um seine potenziellen Erbinnen zu testen. Als diese ihre Aufgabe schließlich bravourös meisterten, gab es das erhoffte Happy End. Regisseurin Karin Sternberg-Heidenpeter nach dem stehenden Beifall: „Dank an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen.“ Das Urteil des Publikums fiel nahezu einstimmig aus: „Ein wundervoller Abend“, lächelte beispielsweise Angelika Berndt (Wendschott). „Einfach super schön.“

Von Burkhard Heuer

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