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Stadt Wolfsburg Teichbreite: 47-Jähriger wegen Mordes an seiner Ehefrau angeklagt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Teichbreite: 47-Jähriger wegen Mordes an seiner Ehefrau angeklagt
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14:20 30.10.2019
An der Teichbreite: Hier soll sich die Tat ereignet haben. Das Gebäude im Hintergrund zeigt nicht den Tatort. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Ein 47-Jähriger aus Wolfsburg muss sich jetzt wegen Mordes an seiner Ehefrau vor Gericht verantworten: Dem aus der Ukraine stammenden Mann wird vorgeworfen, an Pfingstmontag nach einem Streit mehrfach auf die 45-Jährige in der gemeinsamen Wohnung in der Teichbreite eingestochen zu haben,woraufhin diese zwei Tage später an Multiorganversagen im Krankenhaus starb.

Ehefrau wollte sich trennen

Laut Anklageschrift soll sich der Tathergang so ereignet haben: Nach einem Spaziergang und erheblichem Alkoholkonsum sei der Angeklagte am 10. Juni in die Wohnung der Familie zurückgekehrt. Wegen der von seiner Ehefrau beabsichtigten Trennung habe er seine Sachen packen und in die Ukraine zurückkehren wollen.

Als er in der Küche mit seiner Ehefrau in eine verbale Auseinandersetzung geriet, habe er ein 20 bis 25 Zentimeter langes Küchenmesser genommen und damit mehrfach auf seine Ehefrau eingestochen. Weil er die Trennung nicht habe akzeptieren wollen und sich verraten gefühlt habe, habe er die Absicht gehabt, seine Ehefrau zu töten.

Mehrfach auf die 45-Jährige eingestochen

Als seine Tochter versucht habe, aus der Wohnung zu flüchten, soll der Angeklagte sie festgehalten und zu Boden gedrückt haben. Anschließend habe der Angeklagte drei- bis viermal auf seine am Boden liegende Ehefrau eingestochen und dabei den linken Oberarm und den Brustbereich getroffen.

Als die zehnjährige Tochter versucht habe, dazwischen zu gehen, um die Mutter zu schützen, habe er das Kind an der Schulter gepackt und sie mit der Faust auf die andere Schulter geschlagen. Dann sei er seiner Ehefrau, die sich ins Treppenhaus geflüchtet habe um weiteren Angriffen zu entgehen, gefolgt. Als die 45-Jähriige im zweiten Obergeschoss liegen blieb, sei der Angeklagte wieder in die Wohnung gegangen.

Frau starb trotzt Not-OP

Die Ehefrau erlitt durch die Messerstiche tiefe Stichverletzungen, die zu innerlichen Blutungen führten. Infolge der Blutunterversorgung im Magen-Darm-Trakt und der Bauchspeicheldrüse starb die Frau am 12. Juni trotz Notoperation an einem Herz-Kreislauf-bedingten Multiorganversagen.

Die zehnjährige Tochter erlitt durch Faustschläge und Schubser Hämatome und Abschürfungen. Nach der Tat kam das Mädchen zunächst in die Obhut des Jugendamtes. Nach WAZ-Informationen soll sie aktuell bei Verwandten leben, bei denen sie wohl auch auf Dauer bleiben können.

Prozess startet am 21. November

Der Prozess am Landgericht beginnt am Donnerstag, 21. November, 9 Uhr. Weitere Verhandlungstag sind für den 26. November sowie den 12. und 17. Dezember, jeweils 9 Uhr, angesetzt.

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