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Stadt Wolfsburg Richter mahnt 38-jährigen Schläger: „Das nehme ich Ihnen wirklich übel“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Richter mahnt 38-jährigen Schläger: „Das nehme ich Ihnen wirklich übel“
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21:06 30.04.2019
Tatort Kaufhof: Im Juni 2018 eskalierte eine Prügelei. Der Angeklagte sagte aus, das Opfer habe ihn bedroht – der Verletzte und ein weiterer Geschädigter schildern es anders. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Wegen vorsätzlicher Körperverletzung im Rahmen einer Schlägerei auf der Kneipenmeile Kaufhof wurde jetzt ein 38-jähriger Familienvater vor dem Amtsgericht in Wolfsburg zu einer Geldstrafe verurteilt: 100 Tagessätzen à 20 Euro legte das Gericht fest. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Angespannte Situation

Es ging um die Nacht zum 17. Juni 2018. Damals traf laut Anklage eine junge Wolfsburgerin (22), die mit mehreren Freunden in der „Wunderbar“ eingekehrt war, zufällig den Angeklagten (38), einen entfernt Bekannten, und kam mit ihm ins Gespräch. Als ein 31-jähriger Begleiter der Frau dazukam, entwickelte sich eine angespannte Situation – warum, das blieb vor Gericht unklar.

Freund versuchte zu schlichten

Offenbar unvermittelt schlug der Angeklagte laut Zeugen dem jungen Begleiter der Industriekauffrau ins Gesicht, so dass dieser einen blutenden Cut an der Augenbraue davontrug. Dieser Schlag war aber nicht direkt Gegenstand der Anklage, sondern erst das folgende Geschehen: Ein weiterer Bekannter (26) der beiden jungen Leute kam hinzu, um den Streit zu schlichten. Er schob seinen bereits blutenden Freund beiseite und wurde ebenfalls von dem Angeklagten mit einem brutalen Schlag direkt ins Gesicht niedergestreckt. Der Schlichter erlitt einen Kieferbruch, der mit Platten und Schrauben operativ versorgt werden musste. Selbst als er bereits am Boden lag, habe der Schläger weiter auf seinen Kopf eingeprügelt, warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor. Bis heute leidet das Opfer unter Schwindelanfällen und Kopfschmerzen. Die beiden Geschlagenen waren zum Tatzeitpunkt selbst nicht stark alkoholisiert und fielen bisher nicht durch Prügeleien auf.

Schilderung des Angeklagten

In vollkommenem Widerspruch dazu schilderte der Angeklagte eine Bedrohungslage, in der der Streitschlichter mit einem Stuhl in der Hand auf ihn zugekommen sei. Der Vorsitzende Richter glaubte das nicht: „Dass Sie hier den Zeugen Straftaten unterstellen, das nehme ich Ihnen wirklich übel. Das war ein wirklich wuchtiger Schlag von Ihnen mit schlimmen Folgen“, mahnte er. Nur weil er bisher nicht vorbestraft sei, komme eine Freiheitsstrafe nicht in Betracht. Und er prophezeite: „Es werden noch zivilrechtliche Schmerzensgeldansprüche und Forderungen der Versicherungen auf Sie zukommen – zu Recht.“

Von swi

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